Schaut man dieser Tage in die sozialen Medien beziehungsweise in die Fan-Foren der Altacher, findet man immer mehr Fans, die Trainer Miroslav Klose raten, seinen Ruf nicht in Altach zu beschädigen und den Verein zu verlassen. Für die Anhängerschaft ist Sportchef Grabherr Schuld an der aktuellen Misere. Ein weiteres Jahr im Abstiegskampf könnte für Rheindörfler fatal enden. „Krone“-Redakteur Elred Faisst mit einer Kolumne „Am Ball“ mit einer Einschätzung.
Ein Weltmeister steht unter Beobachtung. Miroslav Klose ist ja nicht irgendein Weltmeister, sondern jener Spieler, der bei WM-Endrunden die meisten Tore überhaupt geschossen hat. Ein Weltmeister, der in Altach angetreten ist, um sich auf seiner ersten Station als Trainer einer Kampfmannschaft zu beweisen. Nachdem es derzeit bei den Vorarlbergern nicht rund läuft, gibt es viele Zurufer, die Klose empfehlen, den Trainerjob in Altach hinzuschmeißen. Begründung: Der SCR Altach könne dem Weltmeister keinen entsprechenden Kader zur Verfügung stellen.
Namentlich dafür verantwortlich gemacht, wird Sportchef Werner Grabherr. Den wollen viele Fans lieber gestern als heute loswerden. Aber weder er noch Klose werden hinschmeißen. Weil der Trainer weiß, was Rückschläge sind und wie man sie aufarbeiten kann. Weil Grabherr weiß, dass seine - in Altach nicht erfolgreiche - Trainervita ihn noch immer mit einem Höllentempo verfolgt.
Beide zusammen haben das Projekt „Erneuerung des SCR Altach“ gestartet. Beide haben von vornherein gewusst, dass die Altlasten das Projekt schwierig machen. Und dieses unter Umständen sogar zum Scheitern bringen könnten. Trotzdem wird es an den zwei sportlich Verantwortlichen liegen, den SCR Altach wieder auf die Beine zu bringen. Eine Unserie, wie im letzten Herbst mit nur zehn geholten Punkten, darf es nicht mehr geben.
Die Altacher spielen nun schon zum fünften Mal hintereinander gegen den Abstieg. Ein Gespenst, das schnell wieder verbannt werden muss, sonst geht es irgendwann nach unten. Die Rheindörfler dürfen nicht damit rechnen, dass sie - wie der deutsche Traditionsverein Hamburger SV - achtmal den Kopf aus der Schlinge ziehen können, ehe es einen dann doch erwischt.








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