Schwierige Bergung

Crash mit Wohnmobil: „Familie hatte großes Glück“

Tirol
05.09.2022 08:00

Schock für eine Urlauberfamilie aus Oberösterreich in Radfeld im Tiroler Bezirk Kufstein! Ihr Wohnmobil kippte - wie berichtet - am Sonntag auf der A12 in eine Böschung. Bäume bohrten sich durch das Fahrzeug. Die Familie hatte laut den Einsatzkräften mehrere Schutzengel und großes Glück.

Mit einem ausgeliehenen Wohnmobil war die vierköpfige Familie um 9.30 Uhr in Richtung Kufstein unterwegs. Hinter dem Steuer saß die 40-jährige Mutter, neben ihr der gleichaltrige Ehemann. „Er suchte etwas im Handschuhfach. Die Frau hat dort hingesehen, wodurch sie kurz abgelenkt war“, gibt Polizeipressesprecher Stefan Eder preis.

Die Ablenkung hatte fatale Folgen: Das Wohnmobil geriet auf den Grünstreifen und anschließend über eine vier Meter hohe Böschung. Schließlich blieb das Fahrzeug in Schräglage stecken.

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Mehrere Bäume bohrten sich in das Fahrzeug. Einer ragte sogar durch.

René Arzberger

Mutter und Kinder durch Türe und Fenster befreit
„Mehrere Bäume bohrten sich in das Fahrzeug. Einer ragte sogar durch“, schildert René Arzberger, Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Kramsach, das Bild, das sich den Florianijüngern beim Eintreffen bot. Während sich der Vater schon selbstständig befreit hatte, befanden sich die Mutter und die Kinder im Alter von drei und fünf Jahren noch im Wohnmobil.

„Wir befreiten sie durch das Fenster bzw. die Türe. Man kann von großem Glück sprechen, dass niemand eingeklemmt wurde“, verdeutlicht Arzberger. Alle vier trugen leichte Verletzungen davon.

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Der Ehemann suchte etwas im Handschuhfach. Die Frau hat dort hingesehen, wodurch sie kurz abgelenkt war.

Stefan Eder

Bergung schwierig, Stau über sechs Kilometer lang
Die anschließende Bergung gestaltete sich schwierig, da die Bäume sehr instabil waren. Auch ein Abschleppdienst musste zur Unterstützung angefordert werden. „Die Seilwinde kam immer wieder zum Einsatz, weswegen wir zum Teil beide Fahrspuren benötigten“, erklärt der Feuerwehrkommandant weiter.

Folglich musste die Autobahn zwischendurch sogar komplett gesperrt werden. Ein rund sechs Kilometer langer Stau war die Folge - was zugleich eine große Geduldsprobe für jene war, die sich auf dem Rückweg aus ihrem Urlaub befanden. Aufgrund der schwierigen Bergung standen die 20 Florianijünger mit ihren drei Fahrzeugen bis 13 Uhr im Einsatz. Die Rettung war mit vier Rettungswagen und einem Notarztfahrzeug vor Ort, dazu noch die Polizei mit zwei Fahrzeugen.

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