Nach einer anonymen Anzeige gegen Finanzreferenten geht’s jetzt rund: Denn immer öfter werden geheime Akten und Aufnahmen öffentlich. Die Frage ist nicht mehr, ob ein Spion im Klagenfurter Rathaus sitzt, sondern wer es ist!
In den vergangenen Wochen sind mehrere interne Schreiben und sogar Tonbandprotokolle aus einer Stadtsenatssitzung nach außen gedrungen. Und auch jene Warnung des Landes, das neue Karawanken-Hallenbad am Südring werde in der „Roten Zone“ gebaut, war schon öffentlich bekannt gewesen, noch ehe die zuständigen Referenten informiert waren. „Aus diesem Grund haben wir nun den Magistratsdirektor ersucht, von Amts wegen ein Verfahren einzuleiten und gegebenenfalls eine Anzeige zu erstatten“, so SPÖ-Vizebürgermeister Philipp Liesnig.
Auch er ist in seiner Position als Finanzreferent zum Opfer dieses Spions geworden: Wie berichtet, kursiert eine anonyme Anzeige mit dem Vorwurf, Liesnig hätte einen 50-Millionen-Euro-Kredit für das Hallenbad ohne Beschlüsse in einen Fonds in Liechtenstein geparkt - beigefügt sind interne Dokumente, allerdings nur auszugsweise und daher irreführend.
„Alles Blödsinn. Auch die Gemeindeaufsicht bestätigt die Richtigkeit unseres Vorgehens“, ist Liesnig im „Krone“-Gespräch bereits etwas erleichterter als unmittelbar nach Bekanntwerden der Vorerhebungen durch die Behörde. „Ich gehe davon aus, dass die Sache schnell ausgestanden ist und alles eingestellt wird.“









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