Pleite für Sarah Palin
Demokratin Peltola siegt bei Nachwahl in Alaska
Bei einer Sonderabstimmung über einen Kongresssitz im US-Bundesstaat Alaska haben die US-Demokraten einen überraschenden Sieg eingefahren. Die Demokratin Mary Peltola setzte sich bei einer Nachwahl gegen die frühere republikanische Vizepräsidentschaftskandidatin Sarah Palin durch, wie die Wahlaufsicht in Alaska am Mittwochabend (Ortszeit) verkündete.
Peltola kam demnach auf 51,5 Prozent der Stimmen, die 58-jährige Palin auf rund 48,5 Prozent. Petola (Bild unten) ist nicht nur die erste Frau, die einen Sitz im US-Kongress für Alaska besetzt, sie ist auch die erste indigene Frau, die das geschafft hat.
Herber Dämpfer für Palin und Trump
Das Ergebnis ist eine herbe Enttäuschung für Palin, die von 2006 bis 2009 Gouverneurin Alaskas gewesen war und die als einstige Ikone der radikal konservativen und populistischen Tea-Party-Bewegung sowie als Vizepräsidentschaftskandidatin der Republikaner einige Bekanntheit erlangt hatte. Der frühere US-Präsident Donald Trump hatte sie im Wahlkampf unterstützt. Palins Niederlage ist daher auch eine Schlappe für ihn.
Sitz war Jahrzehnte in Hand der Republikaner
Durch den Tod des langjährigen republikanischen Abgeordneten Don Young war der Sitz freigeworden, was zu der außerplanmäßigen Wahl führte. Die Abstimmung hatte bereits Mitte August stattgefunden. Weil bei der Auszählung am Wahltag niemand eine absolute Mehrheit erreichte, klärte sich der Wahlausgang erst mit Verzögerung. Alaska ist im US-Repräsentantenhaus nur mit einem Sitz vertreten. Der Sitz war zuvor jahrzehntelang in republikanischer Hand gewesen.
Bereits im November wird wieder neu gewählt
Bei der anstehenden Kongresswahl im November wird der Sitz allerdings schon wieder neu vergeben. Dann wird das gesamte Repräsentantenhaus neu gewählt, wie auch ein Drittel der Sitze in der anderen Kongresskammer, dem Senat. Dann hat Palin eine weitere Chance. Der Sonderabstimmung nur wenige Monate zuvor wurde dennoch einige Bedeutung beigemessen.
Politisches Comeback Palins vorerst gescheitert
Palin ist weitaus prominenter als die auf nationaler Bühne unbekannte Peltola, und im republikanisch geprägten Alaska schien die Ex-Gouverneurin des Bundesstaates eigentlich im Vorteil. Nach längerer Pause hatte die Republikanerin bei der Abstimmung ihr politisches Comeback hinlegen wollen. Das gelang nun nicht, zumindest nicht im ersten Anlauf. Bei der Wahl im November treten Peltola und Palin wieder beide an.
















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