Studie zeigt:

Alter von Männern beeinflusst die Geburtenrate

Wissenschaft
24.07.2022 20:00

Anders als bisher gedacht, spielt das Alter der Männer bei der Befruchtung eine größere Rolle. Das zeigt nun eine aktuelle Studie aus Großbritannien.

Jahrezehntelang fühlten sich Frauen dafür verantwortlich, wenn eine künstliche Befruchtung schiefging. Britische Forscher sorgen nun für Entlastung bei Frauen mit Kinderwunsch. Eine Studie mit 19.000 In-vitro-Fertilisations-Zyklen hat gezeigt, dass der Einfluss des väterlichen Alters auf die Lebendgeburtenrate eine wichtigere Rolle spielt als bisher angenommen.

Das Alter des männlichen Partners bei Frauen unter 35 oder über 40 Jahren hatte kaum einen Einfluss auf die Geburtschancen. Bei Frauen zwischen 35 und 40 Jahren war jedoch ein „signifikanter Rückgang“ der Lebendgeburtenrate zu verzeichnen, wenn der Vater 40 Jahre und älter war.

Sind werdende Mütter unter 35 Jahre alt, ist der Körper in der Lage, die viel häufigeren DNA-Schäden zu reparieren, die in den Spermien älterer Männer auftreten, erklärt die Gynäkologin Geeta Nargund.

„Die Studie zeigt, dass Fruchtbarkeit auch eine Frage des Mannes ist“, so die Wissenschaftlerin Kate Brian. Die Ergebnisse stellen die weit verbreitete Annahme infrage, dass das Alter der Mutter immer die wichtigste Rolle spielen sollte. Die Untersuchung soll dazu beitragen, die Fruchtbarkeitsaufklärung und Kommunikation für Paare, die versuchen, schwanger zu werden, zu verbessern.

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