Die Sperren verbessern Stau-Situation in Anrainer-Gemeinden. Am Samstag schwächte ein Unfall in Bayern Reisewelle in Salzburg etwas ab.
Der Grundtenor zum Reiseverkehr in Salzburg ist eindeutig: Die Abfahrtssperren sind gut, müssen aber streng kontrolliert werden, damit sie auch effektiv sind. Darauf drängen besonders die leidgeplagten Anrainer, wie die „Krone“ bereits berichtete. Viele Bewohner verzichten inzwischen auf Ausflüge oder Einkaufsfahrten an den Wochenenden, um dem Stau zu entkommen. Dass die Kontrollen wirken, bestätigen die Bürgermeister der Autobahn-Gemeinden. Eine Verbesserung hat Kuchls Ortschef Thomas Freylinger in der letzten Zeit bemerkt. „Man merkt aber auch, dass sich das Reiseverhalten verändert hat. Einige Urlauber dürften auch unter der Woche fahren“, so der Kuchler.
Den Eindruck bestätigt der Grödiger Bürgermeister Herbert Schober: „Letztes Wochenende hat es sehr gut funktioniert und viele Urlauber wurden vor dem Latschenwirt abgefangen und auf die Autobahn geleitet.“ Gerade die Straße über den Latschenwirt von Großgmain nach Grödig ist Schober aber immer wieder ein Dorn im Auge. Denn dort herrscht Fahrverbot für Wohnmobile und Fahrzeugen mit Anhänger. „Da sollte auch gestraft werden, wenn die Urlauber dort fahren.“
An den Reisetagen ist auch die Grenzgemeinde Wals natürlich extrem betroffen. Aber auch dort hat sich die Situation durch die Sperren etwas entspannt. „Momentan passt die Regelung meiner Meinung nach ganz gut“, sagt Ortschef Joachim Maislinger.
Autobahnsperre wirkte wie eine Dosiersystem
Am Samstag hat der Verkehr erst gegen 11 Uhr eingesetzt. Auf der deutschen A8 beim Chiemsee ereignete sich in den Morgenstunden ein schwerer Unfall samt stundenlanger Sperre. „Das hat für Salzburg wie eine Dosierung gewirkt. Am Vormittag war es schon fast gespenstisch ruhig“, weiß Aloisia Gurtner vom ÖAMTC. Nach einer Blockabfertigung bei Golling in der Früh und der Ruhe am Vormittag war das Verkehrsaufkommen ab Mittag sehr hoch. Kilometerlanger Kolonnenverkehr sorgte dann doch für deutliche Verzögerungen auf der Tauernautobahn.











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