PULS-4-Moderatorin Bianca Ambros über Ehrgeiz, Leistungsdruck und was sie antreibt.
Sie haben mich zum Tennisspielen eingeladen. Da steckt aber mehr dahinter als nur ein Hobby!
Stimmt, ich habe früher Leistungstennis in der 1. Bundesliga gespielt, stehe seit ich ein kleines Kind bin auf dem Platz. Bei uns in der Familie spielen alle Tennis, und somit bin ich am Tennisplatz aufgewachsen.
Beschreiben Sie mir, was der Reiz an diesem Sport ist.
Ich brauche den Wettkampf, der treibt mich an. Das war immer schon so, und das ist beim Tennis ideal: Ich gegen jemand anderen. Das ist eins gegen eins. Du gewinnst alleine, du verlierst alleine. Da lernst du extrem viel fürs Leben.
Was genau?
Wenn du eine Verletzung hast, musst du dich zurückkämpfen. Du lernst, in der Sekunde eine Entscheidung zu treffen, aus Niederlagen stärker zurückzukommen. Du brauchst Ehrgeiz, Durchhaltevermögen und einen Antrieb, damit du gewinnst, Erfolg hast. All das kann man 1:1 für sein - berufliches - Leben umlegen.
Wollten Sie denn nie Profispielerin werden?
Nein, ich wollte nie alles auf eine Karte setzen. Das war mir zu unsicher. Eine Verletzung, und es ist vorbei. Mir war eine gute Ausbildung wichtig und habe nach der Matura Publizistik studiert und abgeschlossen. Daher habe ich nicht mehr professionell, sondern nur leistungsmäßig gespielt. Da trainiert man aber auch fünf Mal pro Woche und spielt am Wochenende dann Turniere (lacht) Viel mehr hätte man eigentlich eh nicht trainieren können.
Und es hat Sie ja auch vor die Kamera gezogen.
Ja, das wollte ich auch schon immer und habe bereits früh bei diversen TV-Sendern Praktika gemacht. Da wurde mir immer gesagt: Man soll nie sagen, dass man Moderator werden will, weil dann wird mans nicht. Also habe ich nie was gesagt, wollt’s aber trotzdem.
Und jetzt moderieren Sie die „Sommergespräche“. Vergleichbar mit einem Match?
Es ist auch eine Drucksituation, mit der ich am Tennisplatz umzugehen gelernt habe: Jeder Fehler bei einer Live-Moderation ist gesendet, den kann ich nicht mehr zurückholen.
In der Freizeit spielen Sie jetzt nur noch hobbymäßig?
Ich spiele noch immer Meisterschaft in der Landesliga A.
Brauchen Sie den Kick?
Für mich ist es nur noch ein Hobby. Früher hatte ich den Druck, dass ich meine Leistung bringen muss. Jetzt mache ich mir diesen Druck nur selber und denke mir, ich würde gerne gewinnen. Es macht mir unheimlichen Spaß, dass ich mich mit anderen messen kann.














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