Nur rund ein Drittel des Brotes und Gebäcks in Supermärkten wird nachweislich aus heimischem Getreide hergestellt. „Die Ergebnisse sind erschreckend“, sagt Bauernbund-Präsident Georg Strasser, der in einem Regionalitäts-Check bei 250 Backwaren aus den Selbstbedienungs- und Brotregalen die Herkunft der Zutaten überprüfen ließ.
Ergebnis: Transparenz ist oft Fremdwort. Aufschriften in den Supermärkten seien oft irreführend. So bedeutet „Gebäck aus Österreich“ häufig nur, dass die Vermahlung des Getreides, auch wenn es aus dem Ausland stammt, bei uns erfolgte. „Wiener Kaisersemmel“ heißt manchmal lediglich, dass die Rezeptur aus Wien kommt.
Strasser tritt nun für das AMA-Gütesiegel auch für Brot und Gebäck ein: „Der Regionalitäts-Check hat gezeigt, dass noch massiver Handlungsbedarf besteht. Deshalb fordern wir eine flächendeckende Ausweitung des AMA-Gütesiegels auf Brot und Gebäck.“ Das Gütesiegel garantiere die österreichische Herkunft und gebe Sicherheit beim Kauf.
Der Regionalitäts-Check hat gezeigt, dass noch massiver Handlungsbedarf besteht. Deshalb fordern wir eine flächendeckende Ausweitung des AMA-Gütesiegels auf Brot und Gebäck.
Bauernbund-Präsident Georg Strasser
Der Umweltschutzorganisation Global 2000 geht die Forderung nach Regionalität jedoch nicht weit genug. Von Bedeutung sei auch, wie umweltfreundlich das Getreide angebaut werde und ob beispielsweise chemische Pestizide zum Einsatz kommen. Global-2000-Landwirtschaftssprecherin Brigitte Reisenberger forderte eine grundlegende Überarbeitung des Gütesiegels in Richtung Umweltschutz.


















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