Auf Drängen Russlands
UNO verlängert Syrien-Hilfe nur um sechs Monate
Die 15 Mitglieder des UNO-Sicherheitsrats haben sich am Montag darauf verständigt, das Mandat für die internationalen Hilfslieferungen nach Syrien über die türkisch-syrische Grenze um weitere sechs Monate zu verlängern. Zu kurz für ernsthafte Hilfe, so die westlichen Staaten, die deswegen eine Verlängerung um ein Jahr gefordert hatten. Dagegen hatte aber Russland sein Veto eingelegt, weil es laut Diplomaten in New York eine kürzere Dauer wollte.
Das Abkommen sieht nun eine Verlängerung im Jänner 2023 um weitere sechs Monate vor - Voraussetzung dafür ist Verabschiedung einer neuen Resolution, fügten die Diplomaten hinzu.
Nadelöhr für Syrien-Hilfe
Die Hilfslieferungen werden über den türkisch-syrischen Grenzposten Bab al-Hawa abgewickelt. Dies ist die einzige Route, über die UNO-Hilfen an die syrische Bevölkerung geliefert werden können, ohne von syrischen Regierungstruppen kontrollierte Gebiete passieren zu müssen.
Das System, auf das mehr als zwei Millionen Menschen angewiesen sind, besteht seit 2014 und war am Sonntag ausgelaufen. Mit der jetzt getroffenen Vereinbarung können die lebensrettenden Hilfsgüter vorerst weiter geliefert werden.
Moskau sieht in diesen Lieferungen eine Verletzung der Souveränität seines Verbündeten Syrien. Russland hatte 2015 militärisch in den Syrien-Krieg eingegriffen. In der Folge hatte sich das Blatt zugunsten des syrischen Machthabers Bashar al-Assad gewendet, dessen Truppen eine ganze Reihe von Gebieten zurückerobern konnten.














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