Red-Bull-Berater Helmut Marko fungierte während des Spielberg-Wochenendes als „Krone“-Kolumnist. Hier seine Analyse des Österreich-Grand-Prix, im Zuge derer Marko von einem gewonnenen zweiten Platz für Red Bull spricht.
Es gibt auch in der hochtechnologischen Formel 1 unerwartete Phänomene. Unsere Performance am Red Bull Ring war sehr stark, doch ausgerechnet am Sonntag haben Max’ erste drei Reifensätze nicht funktioniert und viel zu schnell abgebaut. Erst mit dem vierten Satz war er wieder so schnell wie am Freitag und Samstag.
Max hat bis zum Schluss gepusht und die schnellste Rennrunde gedreht. Er hat einfach nicht aufgegeben. Wir hätten noch zwei Runden gebraucht, dann hätte er Leclerc geschnappt und den wirklich tollen Fans hier am Red Bull Ring jenen Sieg geschenkt, auf den sie so gehofft hatten.
Wir vermuten, dass das Reifenproblem mit der Streckentemperatur oder dem Reifendruck zusammenhängt. Die Temperaturen waren jedenfalls höher als während des gesamten Wochenendes. Möglicherweise hat auch der nächtliche Regen eine Rolle gespielt. In Summe müssen wir mit dem Ergebnis nach unseren gravierenden Reifenproblemen aber zufrieden sein. Es war auf jeden Fall ein gewonnener zweiter Platz, kein verlorener Sieg. In der Weltmeisterschaftswertung hat Max damit eine Schadensbegrenzung auf hohem Niveau betrieben.
Durch den Doppelausfall von Sergio Perez und Carlos Sainz hat sich auch in der Team-WM-Wertung kaum etwas geändert. Wobei: Dort, wo George Russell versucht hat, Perez zu überholen, kommt man nicht vorbei. So etwas weiß man eigentlich.
Helmut Marko








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