08.07.2022 06:00 |

„Krone“-Kommentar

Kalter Winter

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Beim heiklen Thema der Energieversorgung sind wir jetzt endgültig im Panikmodus angekommen. Und das hat nichts mit dem Klimawandel oder einem verfrühten Sommerloch zu tun. Die Politiker im Westen fürchten sich vor Putin und malen Schreckensszenarien von einem Winter ohne russisches Gas an die Wand.

Schon allein das führt dazu, dass auf den Märkten die Notierungen steigen und sich der Kremlführer ins Fäustchen lacht. Er nimmt mehr Milliarden ein, obwohl er weniger Gas liefert. Die Unsicherheit, ob die Pipeline Nordstream 1 nach der geplanten Wartung und Abschaltung wieder ans Netz gehen wird, treibt vor allem den Deutschen den Angstschweiß auf die Stirn.

In Österreich wird Panik unter den Dieselfahrern verbreitet, weil in Kasachstan ein Terminal ausfällt. Dabei geht völlig unter, dass die Ölpreise in dieser Woche um 15% gefallen sind, weil die weltweit abflauende Wirtschaft für einen niedrigeren Verbrauch sorgen wird.

Aber wenn es wieder kalt wird im kommenden Winter und uns das Gas fehlt, dann ist Schluss mit lustig. Daher muss man jetzt alles tun, was man schon vor Monaten hätte beginnen können. Das betrifft vor allem den Gaseinkauf über andere Quellen. Auch beim Energiesparen ist noch Luft nach oben.

Doch um eine bittere Wahrheit kommen wir nicht herum: Die Preise für Energie werden weiter kräftig steigen, weil noch längst nicht alles an die Haushalte weitergegeben wurde. Da wird man auch bei den Hilfen für sozial Schwächere noch ordentlich nachbessern müssen.

Manfred Schumi
Manfred Schumi
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