Bergführer mahnen

Hoch- und Gletschertouren nur mit viel Erfahrung

Bergkrone aktuell
07.07.2022 09:24

Die dramatischen Ereignisse an der Marmolata  zeigen uns eindrücklich die Folgen des Klimawandels im Gebirge auf. Eis- und Felsstürze sowie Lawinen- und Murenabgänge hat es schon immer gegeben. „Betroffen sind davon nicht nur Bergsteiger, sondern auch der Siedlungsraum und Verkehrswege“, so Walter Zörer, der Präsident des Verbandes der Österreichischen Berg- und Skiführer in einer Aussendung: „Je stärker der Lebensraum in den Bergen besiedelt ist und touristisch genutzt wird, desto öfters werden Menschen direkt davon bedroht sein. Somit ist in Kombination mit der Erwärmung unseres Planeten weiterhin von einer Häufung dieser Ereignisse auszugehen.“

Das Bild der schneearmen Gletscher ist laut Zörer für die Bergführer nichts Neues, ist doch bereits seit Jahrzehnten der Rückgang der Eisriesen und die immer raschere Veränderung von den täglich im Gebirge tätigen Professionisten festzustellen.

Zugleich wurden und werden ständig neue Wege und die Zustiege den neuen veränderten Bedingungen angepasst, um für die Menschen den Aufenthalt in den Bergen möglichst sicher zu gestalten. Wie zum Beispiel auch am höchsten Berg Österreichs, dem Großglockner. Ein gewisses Restrisiko wird jedoch immer bestehen bleiben.

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Den Aussagen der Gletscherforscher in den letzten Tagen, dass keine Hochtouren im vergletscherten Bereich mehr möglich sind, möchten wir allerdings klar widersprechen. Das Begehen von vergletscherten Zonen ist individuell je nach Situation vor Ort zu beurteilen und kann nicht pauschal behandelt werden.

Walter Zörer, Präsident des Verbandes der Berg- und Skiführer

Entscheidend ist laut den Bergführern immer die richtige Einschätzung, Planung der Tour und Handhabung des Seiles mit der adäquaten Technik, um eine Hochtour mit vertretbarem Restrisiko durchführen zu können. „Wenn diese Fertigkeiten nicht ausreichend vorhanden sind, empfehlen wir den Besuch eines Ausbildungskurses bei Bergführern und alpinen Vereinen oder sich der Führung durch einen Bergführer anzuvertrauen“, so der Chef-Bergführer Österreichs.

Die insgesamt rund. 5.500 alpinen Führungskräfte (Berg - und Skiführer, Bergwanderführer,

Schluchtenführer und Sportkletterlehrer) sind zudem ein wichtiger Teil der österreichischen Tourismuswirtschaft, sorgen für ein modernes Risikomanagement am Berg und ermöglichen ihren Gästen unvergessliche Erlebnisse.

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