23.06.2022 09:00 |

Attacke auf Schülerin

Schulsozialarbeit soll Probleme in Innsbruck lösen

Nach der Attacke auf eine Schülerin wird in Innsbruck über die Lösungen diskutiert. Bildungs-Stadtrat Mayr (SP) fordert mehr Schulsozialarbeit. Bereits an Volksschulen gibt es Probleme. Ein entsprechendes Angebot gibt es bereits an acht Schulen - weitere sollen folgen.

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Die Schulgemeinschaft ist mit immer größeren Herausforderungen konfrontiert. Das betrifft den Schulalltag genauso wie das Familienleben, den Freundeskreis oder andere soziale Kontakte bis hin zu Konflikten", sagt Innsbrucks Bildungs-StR Elisabeth Mayr zur laufenden Debatte über den Gewaltvorfall in Innsbruck, bei dem, wie berichtet, eine Schülerin brutal verprügelt wurde.

„Gewalt an Schulen sowie in der gesamten Gesellschaft, egal in welcher Form, hat keinen Platz – weder physische noch psychische Gewalt, z. B. in Form von Mobbing oder Bodyshaming etc., aber auch in Form rassistischer oder sexistischer Angriffe“, betont Mayr und streicht hier das Angebot der Schulsozialarbeit hervor.

Zitat Icon

Jeden Euro, den wir in die psychische Gesundheit unserer Kinder investieren, bekommen wir durch gesunde Erwachsene mehrfach zurück.

Bildungs-StR Elisabeth Mayr (SPÖ)

Derzeit an acht Schulen Angebot
Ab Herbst 2022 wird an 14 Innsbrucker Standorten Schulsozialarbeit geleistet. Derzeit sind es acht. Mayrs Antrag sieht vor, 2023 an weiteren sieben Standorten Angebote zu starten. 160.000 € würde das für 2023 kosten. Ziel ist Vollausbau an allen 33 städtischen Schulen. Die Finanzierung der Schulsozialarbeit erfolgt nach dem Schlüssel 2/3 Land und 1/3 Stadt. Der Gemeinderat soll in der nächsten Sitzung darüber entscheiden.

Direktorin berichtet von Alltagsproblemen
Neos-GR Dagmar Klingler-Newesely, seit 20 Jahren VS-Direktorin in Hötting, sieht die Probleme schon im Volksschulbereich entstehen: „Kinder, die nicht in Nachmittags-Betreuung sind, aber nicht heimgehen, werden oft in Konflikte verwickelt, aus denen sie nicht mehr herauskommen. Hier kann die Schulsozialarbeit Lösungen anbieten.“ Suspendierungen von Problem-Schülern oder Time-out-Klassen lösen keine Probleme, „sondern verschieben sie nur“.

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