24.07.2011 14:37 |

Nach Anschlägen

Polizeirazzia in Oslo - Festgenommene enthaftet

Spezialeinheiten der norwegischen Polizei haben am Sonntag in Oslo einen bewaffneten Einsatz durchgeführt und dabei mehrere Personen verhaftet. Diese mussten aber kurz darauf wieder freigelassen werden, weil laut den Ermittlern keine Verbindung zu den Anschlägen vom Freitag festgestellt werden konnte.

Laut dem Online-Portal der Zeitung "Verdens Gang" begann die Aktion um 11.30 Uhr und wurde auf einem etwas abgelegenen Gewerbegrundstück durchgeführt, das umliegende Gelände wurde hermetisch abgeriegelt.

Mehrere Container durchsucht
Ein großes Aufgebot an Einsatzkräften in schusssicheren Westen und mit Helmen durchsuchte mehrere auf dem Grundstück befindliche Container, hieß es. Ein Reporter von "Verdens Gang" berichtete unter Berufung auf Aussagen von Nachbarn des Grundstücks, die bewaffneten Polizisten hätten mehrere Personen in Unterwäsche aus dem Gebäude geholt und durchsucht. Die gesamte Aktion sei jedoch "ruhig" vonstatten gegangen.

Früher war auf dem Gelände eine von Osteuropäern illegal betriebene Autowerkstatt. Diesen Betrieb gab es drei Jahre lang - zum Ärger der Nachbarn. Im Jänner wurde die Werkstatt geschlossen, berichtete die Zeitung "Aftenposten". Der Einsatzleiter wollte Journalisten keine Angaben über den Hintergrund der Polizeiaktion machen.

Weitere Maßnahmen angekündigt
Die Polizei hatte bereits am Samstag angekündigt, dass es noch weitere Maßnahmen im Zusammenhang mit den Anschlägen in Oslo und Utöya vom Freitag geben könnte. Ob jemand festgenommen wurde, wollte die Polizei laut Nachrichtenagentur Reuters nicht sagen. Der Utöya-Attentäter hatte nach Angaben der Ermittler ausgesagt, allein gehandelt zu haben. Er habe den Bombenanschlag und die Schüsse gestanden, sich aber keines Verbrechens für schuldig bekannt.

Bei dem Bombenanschlag auf ein Regierungsgebäude in Oslo und dem Massaker auf der Insel Utöya kamen 93 Menschen ums Leben - sieben Menschen starben in der Hauptstadt, 86 wurden beim Massaker im Feriencamp getötet. Da noch mehrere Personen vermisst werden, könnte die Zahl der Opfer noch steigen. Erst am Sonntag ist ein weiteres Opfer der Schießerei von Utöya seinen Verletzungen erlegen.

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