20.06.2022 20:00 |

Airports vor Kollaps

Statt Urlaubs-Lust gibt es jetzt Flug-Frust

Gestrichene Flüge, gestrandetes Gepäck - viele Flughäfen Europas kollabieren. Grund sind ein eklatanter Personalmangel und die Reiselust.

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Auch wenn man darüber nur ungläubig den Kopf schütteln kann – offenbar rechnete kaum jemand mit einer derartigen Nachfrage nach Flugreisen für den Sommer 2022. Darum fehlt es jetzt schlichtweg an Personal. Die Konsequenz: Die Flughäfen in Europa schieben einen Riegel vor. Sowohl Amsterdam als auch London-Gatwick lassen nur noch begrenzt Reisende zu. Sicherheitskräfte, die Reisende, die in den Sommer fliegen, kontrollieren, fehlen an allen Ecken und Enden, so die betroffenen Flughäfen. Ein Nicht-Eingreifen würde zu Warteschlangen führen. Bedeutet: Viele Reisende verpassen ihren Flug.

Streik legte Brüssel-Flughafen lahm
Probleme gibt es auch in Brüssel. Dort trat das Sicherheitspersonal Montag in Streik, worauf der Airport gestern kurzerhand alle startenden Flüge strich. Nur landende Flugzeuge wurden noch abgefertigt.

Koffer-Chaos in London
Ein Koffer-Chaos sorgte indes auf dem Londoner Großflughafen Heathrow für Ärger: Im Terminal 2 des Airports stapelten sich Hunderte von Gepäckstücken übereinander – schuld war offenbar eine technische Störung am Gepäckband des Terminals. Der Flughafen-Betreiber entschuldigte sich für die Unannehmlichkeiten, während die Reisenden abhoben, aber auf ihr Gepäck warten.

Auch die AUA-Mutter Lufthansa rechnet damit, Flüge absagen zu müssen. Das könnte nötig sein, um den unter Personalmangel und Verspätungen leidenden Luftverkehr in Europa zu stabilisieren, so Chef Carsten Spohr. Droht uns nun ein genereller Kollaps im Luftverkehr? Da Probleme auf Flughäfen immer eine Kettenreaktion auf anderen Airports auslösen, scheint es zurzeit so.

In Salzburg und Innsbruck strandeten die Passagiere
Einen kleinen Vorgeschmack erlebten Urlauber am Wochenende im Westen des Landes. Mehr als 600 Menschen strandeten in Salzburg, weil ihre Eurowings-Flüge kurzfristig storniert wurden. Auch in Innsbruck strich Eurowings am Sonntag eine Reise ins italienische Kalabrien. Die etwa 100 Betroffenen waren auf ihre Reiseveranstalter angewiesen. Ein Teil bekam einen kurzfristig organisierten Sonderflug, der Rest konnte am Montag nach einer Umleitung nach München endlich abheben.

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