Ringen um Charkiw

Selenskij: „Niederlage Moskaus ist offensichtlich“

Ausland
13.05.2022 22:00

Ukraines Präsident erklärt in einer Videoansprache den Krieg für Russland als bereits verloren. Der ukrainischen Armee gelangen erneut Geländegewinne rund um die Großstadt Charkiw im Osten des Landes.

Knapp zweieinhalb Monate nach der Invasion russischer Truppen in die Ukraine ist die strategische Niederlage Russlands nach Ansicht des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskij „offensichtlich“. Die Niederlage Moskaus sei „für jeden auf der Welt offensichtlich und auch für diejenigen, die immer noch mit den Russen kommunizieren“, sagte Selenskij in seiner täglichen Videobotschaft.

Nur habe Russland nicht den Mut, die Niederlage einzugestehen. „Sie sind Feiglinge und versuchen, diese Wahrheit hinter neuen Raketen-, Luft- und Artillerieangriffen zu verbergen.“

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (Bild: AP)
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj

Der ukrainische Staatschef kritisierte die jüngsten russischen Angriffe, bei denen in Tschernihiw im Norden des Landes eine Schule getroffen worden war. „Natürlich ist der russische Staat in einem Zustand, in dem ihn jede Bildung nur behindert“, sagte Selenskij. Russische Kommandeure, die derartige Befehle zum Beschuss von Bildungseinrichtungen erteilten, seien „einfach krank - unheilbar“.

Teile von Charkiw sind befreit
Rund um die Großstadt Charkiw gab es erneut große Geländegewinne der ukrainischen Armee. Teile der Stadt sind befreit worden.

EU: Weitere 500 Millionen für Waffenlieferungen
Die EU will weitere 500 Millionen Euro für die Lieferung von Waffen und Ausrüstung an die ukrainischen Streitkräfte zur Verfügung stellen. Das kündigte der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell am Freitag am Rande des G7-Außenministertreffens an der deutschen Ostseeküste an. Damit würden sich die für die Ukraine zur Verfügung stehenden EU-Mittel für Militärhilfe auf zwei Milliarden Euro erhöhen.

Ein erstes Paket über 500 Millionen Euro war bereits Ende Februar bewilligt worden, weitere zwei folgten dann in den nächsten Monaten.

 Kronen Zeitung
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