Grazer Polizeihündin

Elf Jahre Verbrecherjagd: „Fly“ geht in Ruhestand

Steiermark
07.05.2022 11:00

2011 kam der kleine Wirbelwind „Fly Spirit of Graz“ mit acht Wochen zur Polizei. Die „Krone“-Leser durften die kleine Spürnase auf vielen Einsätzen begleiten. Doch jetzt heißt es Abschied nehmen. Nach elf erfolgreichen Jahren auf Verbrecherjagd geht die Hündin in Pension.

Bereits seit 2011 dürfen wir der Belgischen Schäferhündin „Fly Spirit of Graz“ bei der Polizeiarbeit immer wieder über die Schultern schauen. Gerade einmal zehn Wochen war „Fly“ alt, als die „Krone“ sie das erste Mal traf. Da war die Hündin noch weit weg von der angsteinflößenden Verbrecherjägerin. Tapsig, mit viel zu großen Pfoten, kam uns der Sonnenschein damals am Sportplatz der Diensthundeinspektion Graz vergnügt entgegengelaufen. Mit ihren neugierigen, braunen Augen konnte es der putzige Vierbeiner gar nicht erwarten, endlich ein strammer Polizeidiensthund zu werden.

Einbrecher aus dem Kastenversteck gebellt
Kaum zu glauben, dass das schon elf Jahre her ist. Zahlreiche Einsatzerfolge gehen seitdem auf das Konto von „Fly“. Ihre Spezialgebiete waren Suchtgift und Einbrecher. Egal, wo oder wie vermeintlich gut die Gauner sich versteckten, „Fly“ hat sie alle erschnüffelt. Wir erinnern uns etwa an einen Somalier, der in ein leer stehendes Haus in der Grazer Mariengasse einbrach. Zitternd vor Angst verkroch er sich in einem Kasten. Doch kein Problem für den Vierbeiner, der ihn laut bellend dort aufstöberte.

Auch Diebesgut und viele Tatwaffen konnten dank der über 200 Millionen Riechzellen der Polizeihündin sichergestellt werden - oftmals trotz raffinierter Verstecke. Die Kilogramm an Suchtgift, die „Fly“ aufspürte, würden vermutlich einen Lkw-Anhänger füllen. Die Drogenfahnder waren mit der tierischen Arbeit immer sehr zufrieden. Die Dealer wohl eher weniger...

Ab nächster Woche Pensionistin
Und wie geht’s jetzt weiter? Ab kommenden Dienstag ist die Hündin offiziell Pensionistin. Ihr Polizeihalsband wandert also an den Nagel. Nachfolger „Orri“ ist mit Frauchen, Revierinspektorin Theresa Hübner, bereits mitten in der Ausbildung. Auch er wird den Schwerpunkt Suchtgift wählen, genau wie seine Mitbewohnerin „Fly“ - die beiden Hunde wohnen zusammen. Und das wird auch so bleiben. Wie „Flys“ Lebensabend aussieht? „Gemütlich“, lacht Theresa Hübner. „Mit vielen Stunden faul in der Sonne.“ Die hat sie sich verdient.

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