Strafrecht ausgeweitet

Kanada will künftig Verbrecher auf dem Mond jagen

Ausland
29.04.2022 06:44
Porträt von krone.at
Von krone.at

Kanada will künftig Verbrecher auf dem Mond jagen. Das Parlament in Ottawa verabschiedete am Donnerstag eine entsprechende Änderung des Strafgesetzbuches, die die Verfolgung von Verbrechen auf dem Erdtrabant ermöglicht. Bisher galt kanadisches Strafrecht bereits für Taten, die kanadische Astronauten auf der Internationalen Raumstation ISS in der Erdumlaufbahn begehen.

Diese Regelung weitete die Regierung nun angesichts einer für 2024 geplanten, mit einem kanadischen Astronauten bemannten Mondmission aus. Demnach könnten sowohl kanadische als auch ausländische Astronauten belangt werden, wenn sie bei kanadisch unterstützten Missionen zu einer geplanten Mond-Raumstation oder auf der Mondoberfläche Taten begehen, die nach kanadischem Recht strafbar wären.

2026 soll zudem eine weitere Raumstation den Mond umkreisen. Das Projekt wird federführend von der US-Raumfahrtagentur NASA vorangetrieben - Kanada, Japan und die Europäische Weltraumagentur ESA sind daran beteiligt.

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