Für mehr Miteinander

Opern-Projekt verbindet Linz, Modena und Novi Sad

Wie überwinden wir Vorurteile und Grenzen und finden zu einem besseren Miteinander? Das fragen sich die Opernhäuser in Linz, Modena und Novi Sad für das länderübergreifende Kultur-Projekt „Crossopera“, das von der EU mit 200.000 € gefördert wird. Gemeinsam wurde eine dreiteilige Oper erarbeitet, die nun in Novi Sad Premiere feierte – die „Krone“ war dabei. Am 18. und 19. April ist sie in Linz zu sehen.
Artikel teilen
Drucken
Kommentare
0

Es ist ein Sprachengewirr aus Deutsch, Englisch, Italienisch, Serbisch und noch einigem anderen, das bei den Proben von „Crossopera“ durch den großen Saal des Nationaltheaters im serbischen Novi Sad hallt. „Otherness – Fear and Discovery“, also „Anderssein: Angst und Entdeckung“, sind nämlich nicht nur die Themen, zu denen drei Komponisten drei verschiedene Einakter für das Projekt komponieren sollten. Alle Beteiligten müssen sich auch ganz praktisch mit dem „Anderssein“ ihrer Kollegen auseinandersetzen.

200.000 Euro Zuschuss
Und verwirklichen so die Idee der interkulturellen Zusammenarbeit, die hinter „Crossopera“ steht: „Wir wollten jungen Künstlern die Möglichkeit geben, mit Kollegen anderer Länder und in neuen Umgebungen zu arbeiten. So entstehen Freundschaften und neue Karriereoptionen“, so Alessandro Roveri, der das Projekt von Italien aus vorantrieb. Die Partnerstädte von Modena, Linz und die Kulturhauptstadt Novi Sad, wurden ins Boot geholt. Das Konzept wurde für das EU-Programm „Creative Europe“ ausgewählt und erhielt einen Zuschuss von 200.000 Euro, was 60 Prozent des Gesamtbudgets ausmacht.

Zitat Icon

In meiner Komposition ,Die Flucht nach Ägypten’ werden auf verschiedenen Ebenen Grenzen überwunden, was in Musik und Sprache zu erkennen ist.

Komponist Valentin Ruckebier bekam Auftrag vom Landestheater

Themen Flucht und Migration
Jedes Theater beauftragte daraufhin einen Komponisten. Die entstandenen drei Einakter werden an einem Abend gezeigt und stehen trotz der gleichen Grundthematik für sich. Für das Landestheater Linz komponierte der erst 24-jährige Valentin Ruckebier „Die Flucht nach Ägypten“ (Libretto von Hermann Schneider): „Darin wird die biblische Geschichte ins Heute versetzt. Zunehmend avantgardistische Klänge stehen in der Komposition für die Weiterentwicklung der Charaktere“, erklärt Ruckebier. Die Themen Flucht und Migration kehren auch im serbischen Teil „Traum“ und im italienischen Teil „Was weißt du über die Zukunft?“ wieder. Eine Oper für mehr Miteinander - bald auch in Linz!

Kommentare
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Sonntag, 22. Mai 2022
Wetter Symbol
(Bild: stock.adobe.com, Krone KREATIV)