06.04.2022 14:20 |

Lage in Österreich

Wohnungspreise legten 2021 weiter kräftig zu

Mit den Wohnungspreisen ist es 2021 nochmals steil nach oben gegangen. Im österreichweiten Schnitt haben sich die Quadratmeterpreise der Eigenheime gegenüber dem Jahr davor um weitere acht Prozent spürbar verteuert. Im Fünfjahresvergleich erhöhte sich der typische Preis für eine gehandelte Wohnung um 32 Prozent, im Zehnjahresvergleich um 74 Prozent.

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Allein im Vergleich zum Jahr davor stiegen die typischen Wohnungspreise in Österreich 2021 von 220.930 Euro um 9,3 Prozent auf 241.506 Euro. „Dieser Preisanstieg ist das Resultat von Inflationsängsten, niedrigen Zinsen für Anleger wie Eigennutzer und verstärkter Bautätigkeit mit stark steigenden Baukosten“, erklärte Anton Nenning, Head of Research & Communication bei Remax Austria die Ergebnisse der Analyse der Grundbucheintragungen.

Der Quadratmeterpreis-Anstieg lag also im abgelaufenen Jahr mit durchschnittlich 8,1 Prozent unter dem Zuwachs der Wohnungspreise. Grund dafür sind die größeren Durchschnittsflächen der Wohnungen. In Oberösterreich und im Burgenland betrug die Quadratmeter-Teuerung 4,1 Prozent, in Tirol 7,6 Prozent, in der Steiermark 7,8 Prozent, in Niederösterreich 8 Prozent, in Vorarlberg 8,9 Prozent, in Kärnten 9,9 Prozent und in Wien 10,5 Prozent.

Nachfrage nach Wohnungseigentum ungebrochen stark
Die Verkaufszahlen und Preise gingen 2021 in sämtlichen Bundesländern sprunghaft in die Höhe. Österreichweit erhielten im abgelaufenen Jahr 56.119 Wohnungen einen neuen Eigentümer - das waren um 11,4 Prozent mehr als im ersten Corona-Jahr und auch deutlich mehr als in den Jahren davor. Von 2017 bis 2020 pendelten die verkauften Wohnungsmengen den Angaben zufolge zwischen 49.584 und 50.386 Einheiten.

Bregenz teuerste Landeshauptstadt
Der statistische Durchschnittspreis für eine Wohnung erhöhte sich von 3479 Euro auf 3761 Euro pro Quadratmeter. Am niedrigsten waren die durchschnittlichen Preise einmal mehr im Burgenland (2436 Euro), in der Steiermark (2723 Euro) und in Kärnten (3080 Euro); am höchsten waren sie in Vorarlberg (4829 Euro), Wien (4625 Euro), Salzburg (4418 Euro) und Tirol (4320 Euro). Dazwischen lagen Oberösterreich (3105 Euro) und Niederösterreich (3219 Euro). Die teuerste Landeshauptstadt war Bregenz. Dort waren die Bleiben noch kostspieliger als in Innsbruck und in Salzburg.

Innere Stadt in Wien führt Preisranking an
Die höchsten Preise für Wohnungen wurden in Wien-Innere Stadt (1. Bezirk), Wien-Wieden (4. Bezirk), Kitzbühel, Wien-Döbling (19. Bezirk), Wien-Josefstadt (8. Bezirk), Wien-Währing (18. Bezirk), Wien-Alsergrund (9. Bezirk), Bregenz, Wien-Hietzing (13. Bezirk) und Dornbirn erzielt.

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