24.03.2022 06:43 |

Plötzlich Nummer eins

Statt einem Trick nun echte Leistung bei Ferrari

Letzte Ferrari-Erfolge vor der Durststrecke waren von Vorwürfen überschattet, nach Sieg in Bahrain zollen auch Gegner Respekt vor dem Motor. Damit auch in Jerddah Favorit.

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Spa, Monza und Singapur - plötzlich waren sie wieder Nummer 1, Ferrari gewann im Herbst 2019 drei Rennen in Folge. Schnell wurde von Schummelei geredet. Und genauso schnell war die Scuderia wieder eingebremst, verschwand für zwei Jahre vom obersten Treppchen. Bis sie nun mit dem Doppelsieg von Leclerc vor Carlos Sainz zum Auftakt in Bahrain wie Phönix aus der Asche stieg, damit auch für Sonntag in Jeddah zu den Favoriten gehört. Nun spricht (fast) keiner mehr von Tricks ...

Mercedes hatte 2019 den Verdacht, dass Ferrari mehr Sprit in den Motor einspritzen würde, daher mehr Leistung hätte. Der Weltverband FIA ging der Sache nach, erzielte eine Einigung, die geheim ist. Danach fuhren die Italiener zwei Jahre hinterher. „Wir hatten letzte Saison 20 bis 25 PS weniger“, gab Teamchef Mattia Binotto zu. Den Rückstand haben sie mit dem F1-75 mehr als wettgemacht. „Leclerc fuhr in einer eigenen Liga“, meinte auch Mercedes-Teamchef Toto Wolff.

„Brauchten Zeit“
Im Duell Leclerc gegen Max Verstappen in Bahrain war sichtbar, dass Ferrari dem Auto sogar mehr Abtrieb erlauben kann, weil der Motor genug Leistung hat. Für Ex-Formel-1-Pilot Marc Surer ist klar, dass „sie damals getrickst haben. Dann mussten sie einen neuen Motor bauen, hatten damit aber keine Erfahrung“, erklärte der Schweizer gegenüber formel1.de, „das hat Zeit gebraucht.“ Jetzt ist Ferrari wieder zurück. Und kann offenbar auch ohne Tricks den Extra-Turbo zünden.

 Kronen Zeitung
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