Hilfsbereitschaft

1100 Wohnungen in OÖ an Ukrainer vermittelt

Nachdem gestern, Samstag, weitere 104 Personen in feste, private Unterkünfte vermittelt werden konnten, wurde nach einer Woche die Tausender-Marke bei den Privatvermittlungen erreicht. 1.097 Personen wurden seit dem letzten Wochenende von den Notschlafstellen in private Wohnmöglichkeiten vermittelt. Um den Wohnbedarf in den nächsten Wochen weiterhin abdecken zu können, ruft das Land OÖ auf, im eigens eingerichteten Online-Portal unter www.ooe.gv.at/ukraine Privatquartiere zu melden.

Artikel teilen
Drucken
Kommentare
0


„Ein großer Dank gilt unseren Landsleuten, die diese Wohnmöglichkeiten zur Verfügung stellen. Für die geflüchteten Menschen ist es nicht nur eine Unterbringung, sondern es gibt ihnen auch Halt in dieser schwierigen Zeit. Von persönlichen Gesprächen mit geflüchteten Frauen weiß ich, sie sehnen sich nach einer Rückkehr in ihre Heimat, sie wollen zurück zu ihren Männern. Solange diese Rückkehr nicht möglich ist, geben wir ihnen in Oberösterreich bestmöglichen Schutz“, so Landesrat Wolfgang Hattmannsdorfer.

Volkshilfe und Caritas mit der Vermittlung beauftragt
Landesrat Hattmannsdorfer beauftragte vergangene Woche die Hilfsorganisationen Volkshilfe und Caritas mit der Vermittlung von in Notschlafstellen des Roten Kreuzes versorgten Menschen aus der Ukraine in private, feste Wohnmöglichkeiten. Insgesamt wurden bereits 1.097 Personen in Privatquartiere vermittelt (inkl. Zahlen von Samstag, 19. März). Darüber hinaus sind viele Ukrainer/innen auf direktem Weg bei Freunden oder Bekannten untergekommen.

82 Prozent der Flüchtlinge reisten weiter
„Die überwältigende Solidarität in der Bevölkerung und der großartige Einsatz der Hilfsorganisationen ermöglichen eine strukturierte Versorgung der Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine. Um ausreichend Notschlafstellen für die weitere Prognose der Flüchtlingsbewegung zur Verfügung stellen zu können, bitten wir weiterhin um Meldung von Wohnmöglichkeiten“, so Landesrat Hattmannsdorfer. Laut Innenministerium sind bisher 174.000 Kriegsflüchtlinge nach Österreich eingereist, ca. 82 Prozent reisen weiter in andere Länder. Das Sozialressort des Landes geht davon aus, dass sich etwa 5.000 Personen aus der Ukraine in Oberösterreich aufhalten.

Wohnmöglichkeiten online melden
Private Wohnmöglichkeiten für Ukrainer können über das Online-Portal des Landes unter www.ooe.gv.at/ukraine gemeldet werden. Gesucht werden primär sofort beziehbare Wohnmöglichkeiten mit entsprechender Infrastruktur wie Sanitäreinrichtungen und Küche, die für einige Monate zur Verfügung stehen. Durch die rechtliche Grundlage des „Vertriebenen“-Status, besteht für die Vertriebenen Anspruch auf Geldleistungen wie beispielsweise einen Verpflegungszuschuss in Höhe von 215€ pro Erwachsenen pro Monat (100€ für Kinder) oder auch der Zugang zum Gesundheitssystem und Arbeitsmarkt.

Von
Krone Oberösterreich
Kommentare
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Donnerstag, 19. Mai 2022
Wetter Symbol
(Bild: Krone KREATIV)