08.03.2022 23:27 |

Keine ÖSV-Medaille

Kroatisches Supertalent stiehlt allen die Show

Erstmals blieben die ÖSV-Damen bei der Junioren-WM im kanadischen Panorama ohne Medaille. Im Slalom landete die vierfache Panorama-Medaillengewinnerin Magdalena Egger als beste Österreicherin auf Rang 15. Den Sieg schnappte sich das kroatische Supertalent Zrinka Ljutic, die sich am Ende deutlich vor der Olympia-Silbermedaillengewinnerin Emma Aicher (D) und der Schwedin Moa Bostroem Mussener durchsetzte.

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Der erste Durchgang des Damenslaloms bei der Juniorenweltmeisterschaft im kanadischen Panorama brachte das erwartete Duell zwischen den beiden erst 18-jährigen Edeltechnikerinnen Zrinka Ljutic (Kro) und Emma Aicher (D). Ljutic, mit Nummer eins gestartet, hatte zur Halbzeit das bessere Ende für sich und war um 0,03 Sekunden schneller als die Deutsche. Auf Rang drei, 0,59 Sekunden zurück: Marie Lamure (Fra), die sich bereits den Titel in der Kombination vor der Vorarlbergerin Magdalena Egger hatte sichern können.

Egger klassierte sich nach dem ersten Durchgang auf Rang neun, 1,38 Sekunden hinter Leaderin Ljutic. „Es war eigentlich ein ganz passabler Lauf“, erklärt die Lecherin, die vor allem in untersten, flacheren Abschnitt ihr Können aufblitzen ließ und in diesem Sektor die viertschnellste Zeit markierte. „Bei einigen Tore war ich allerdings ziemlich in der Luft.“

Als zweitbester Österreicherin fuhr die Osttirolerin Sophia Waldauf auf Rang 15 (1,80), die Stubaitalerin Valentina Pfurtscheller verlor als 20. exakt 2,42 Sekunden. Die erst 17-jährige Vorarlbergerin Victoria Olivier, die in Panorama bereits Super-G-Bronze und Silber mit dem Team holen konnte, verlor 3,33 Sekunden auf Ljutic, durfte als 29. des ersten Durchgangs allerdings mit der ausgezeichneten Startnummer zwei ins Finale gehen.

Die nutzte Olivier dann auch für eine Bestzeit - mit der fünftbesten Laufzeit -, die allerdings nicht sehr lange hielt. „Ich bin heute leider einfach nicht gut Ski gefahren“, zeigte sich die Auerin, die am Ende Rang 21 belegte, selbstkritisch. Für Pfurtscheller kam im zweiten Lauf schon früh das aus. „Schade, dass es nicht besser geklappt hat“, erklärte die 19-Jährige, die nun hofft, bei der Junioren-Heimweltmeisterschaft im Jänner 2023 in St. Anton am Arlberg mit dabei sein zu können. Ebenfalls nicht nach Wunsch lief es für Waldauf. „Ich habe alles gegeben, voll gepusht, aber leider sind mir zu viele Fehler passiert“, erklärte die 20-Jährige, die in der Entwertung auf Rang 19 landete. Auch Egger versuchte voll zu attackieren. „Diesbezüglich kann ich mir nichts vorwerfen“, analyiserte die Lecherin. „Allerdings ist es sicherlich so, dass ich bei einer so drehenden Kurssetzung wie im zweiten Lauf, sicherlich noch am meisten Verbesserungspotenzial habe.“ Am Ende blieb Egger Rang 15, 2,57 Sekunden hinter der Siegerin.

Und die hieß Zrinka Ljutic. Im zweiten, von ihrem Vater Amir gesetzten, Durchgang drehte die Kroatin gewaltig auf, markierte die zweitbeste Laufzeit und nahm Emma Aicher in Summe 0,84 Sekunden bis ins Ziel ab. Ljutic holte sich damit ihren ersten Juniorenweltmeistertitel, den ersten für Kroatien überhaupt.

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