01.03.2022 14:59 |

Defereggental

Jung, engagiert und auf Anhieb die „Absolute“

Die politisch unerfahrene Liste „Mia fa enk olle“ war wohl eine der größten Überraschungen bei der Gemeinderatswahl in Osttirol. Sie eroberte die absolute Mehrheit und will mit dem Bürgermeister gut zusammenarbeiten. Die Wahlbeteiligung lag in Osttirol unter 70 Prozent, in vielen Gemeinden noch deutlich darunter.

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„Wir haben mit zwei, maximal drei Mandaten gerechnet, jetzt sind es sechs“, zeigt sich Listenführer Matthias Walder sichtlich erfreut über den Ausgang der Wahl. Eine Erklärung sieht er in der engagierten Arbeit seiner größtenteils jungen Mitstreiter in verschiedenen Vereinen. Er selbst ist 38 Jahre alt und damit einer der älteren, der Jüngste ist Baujahr 2000. Erfahrung im Gemeinderat hat allerdings noch niemand.

Straßen & Wanderwege pflegen
Deshalb war für ihn auch das Amt des Bürgermeisters noch kein Thema. Das bleibt weiterhin bei Vitus Monitzer. Walder will trotz Mehrheit ein gutes Verhältnis zu Monitzer pflegen: „Wir sind keine Gegner und wollen mit ihm zusammenarbeiten. Er ist unser Bürgermeister, ist dafür gewählt worden, und wir stehen hinter ihm.“ In der finanziell schwachen Gemeinde will man künftig auf Bestehendes setzen. So sollen etwa die Straßen und Wanderwege gepflegt werden, aber auch der Tourismus und das Bäuerliche in den Fokus rücken.

Mit 68 Prozent Wahlbeteiligung lag man in Osttirol knapp zwei Prozentpunkte über dem Tiroler Schnitt. Die niedrigste Wahlbeteiligung gab es in Virgen mit 46,9 Prozent, Nußdorf-Debant (53) und Kartitsch (54). In diesen Gemeinden gab es jeweils nur eine Liste. Weiterhin keine „Wahl-Gemeinde“ ist die Stadt Lienz: Trotz großer Auswahl traten nur knapp zwei Drittel den Weg zur Urne an. 

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