Charlize Theron und Tom Hardy standen 2015 gemeinsam für den Film „Mad Max: Fury Road“ vor der Kamera. Dass es zwischen den Stars Streit gab, daraus haben weder die Hollywood-Schönheit, noch ihr Kollege jemals einen Hehl gemacht. Doch jetzt sprachen Set-Mitarbeiter und die Schauspieler darüber, wie angespannt das Verhältnis zwischen den Schauspielern wirklich war. Theron habe sogar Schutz vor ihrem „aggressiven“ Kollegen angefordert.
Wie Autor und „New York Times“-Kolumnist Kyle Buchanan in seinem Buch „Blood, Sweat & Chrome: The Wild And True Story Of Mad Max: Fury Road“ beschreibt, krachte es am Set des Actionstreifens zwischen Charlize Theron und Tom Hardy gewaltig. Der Grund dafür soll vor allem gewesen sein, dass die Südafrikanerin genervt von der Arbeitsmoral ihres Kollegen war.
Streit zwischen Hardy und Theron eskalierte vollends
Stunt-Double Natasha Hopkins erinnerte sich in Gesprächen für Buchanans Buch daran, dass Theron zum Zeitpunkt der Dreharbeiten gerade Mutter geworden war und so wenig Zeit wie nötig am Set vergeuden wollte. Hardy hingegen nahm es mit der Pünktlichkeit nicht so genau. Eines Morgens sei die Situation schließlich vollends eskaliert, da Hardy seine Kollegin in Kostüm und Make-up drei Stunden in einem Kampffahrzeug habe warten lassen.
„Sie springt aus dem Fahrzeug und und beschimpft ihn wüst, sagt, ,Verlangt 100.000 Dollar Strafe von dem sche*** Ar*** für jede Minute, die er diese Crew aufgehalten hat‘, und, ,Wie respektlos du bist!‘“, schilderte Kameramann Mark Goellnicht die Situation. „Es ist so laut, so windig - vielleicht hat er nur ein bisschen davon gehört, aber er geht auf sie zu und sagt, ,Was hast du zu mir gesagt?‘“
Theron forderte Schutz vor „aggressivem“ Hardy
Hardy soll in diesem Moment „ziemlich aggressiv“ gewirkt haben, so der Set-Mitarbeiter weiter. So sehr, dass sich Theron „wirklich bedroht gefühlt“ habe. Die Konsequenz: Die Schauspielerin habe gefordert, dass künftig „jemand als Schutz“ an ihrer Seite sein müsse. „Es kam zu einem Punkt, als alles außer Kontrolle geriet, und es machte irgendwie Sinn, eine Produzentin zu schicken, um einiges auszumerzen“, schilderte die Oscarpreisträgerin selbst über die angespannte Situation am Set.
Es war ein Mann, der einem anderen Mann für sein schlechtes Benehmen vergab, und ich fühlte mich nicht sicher.
Charlize Theron
Schuld daran sei nicht zuletzt auch Produzent Doug Mitchell gewesen, so Theron. „Es war ein Mann, der einem anderen Mann für sein schlechtes Benehmen vergab, und ich fühlte mich nicht sicher.“
„Charlize ist eine heftige Frau - auf eine gute Art“
Ein wenig anders sieht freilich Tom Hardy die Situation: Er habe seine Kollegin niemals bedrohen können, erklärte er, räumte aber ein: „Charlize ist eine heftige Frau. Sehr heftig. Auf eine gute Art. Ich meine, sehen Sie sie sich in ,Monster‘ an - das ist kein Spaziergang im Park. Diese Art von Authentizität bringt man nicht einfach ohne enormes künstlerisches Können auf. Sie ist eine sehr ernstzunehmende Schauspielerin. Ich verstehe also nicht, warum sie sich jemals von mir einschüchtern lassen oder in irgendeiner Weise Angst vor mir haben sollte. Ich denke, das war Blödsinn.“
Der Druck auf uns beiden war zeitweise überwältigend. Was sie von mir brauchte, war ein besserer, vielleicht erfahrenerer Partner.
Tom Hardy
Er sei im Rückblick aber „in vielerlei Hinsicht überfordert“ gewesen, gestand der Brite nun. „Der Druck auf uns beiden war zeitweise überwältigend. Was sie von mir brauchte, war ein besserer, vielleicht erfahrenerer Partner. Das ist etwas, was man nicht vortäuschen kann. Ich würde denken, dass ich jetzt, wo ich älter und hässlicher bin, dieser Situation besser gewachsen wäre.“
„Angespannte Atmosphäre“
Und auch für die Schauspielkollegen war die angespannte Situation am Set nicht immer einfach, wie Rosie Huntington-Whiteley verriet. „Es war sehr interessant, vier Monate lang mit Tom und Charlize in einem Truck zu sitzen, die völlig unterschiedliche Herangehensweisen an ihre Arbeit haben.“ Und Nicolas Hoult erklärte: „Es herrschte zeitweise eine angespannte Atmosphäre. Es war, als sei man in den Sommerferien und die Erwachsenen streiten sich vorne im Auto.“
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