Sa, 22. September 2018

Festspiele Mörbisch

10.05.2011 11:22

Dagmar Schellenberger ab 2012 Intendantin

2012 sagt "Magic Harald" Serafin als Intendant der Seefestspiele Mörbisch adieu. Ihm folgt die deutsche Kammersängerin Dagmar Schellenberger. Und die hat viel vor, wie sie am Montag bei ihrer offiziellen Präsentation erklärte: "Für mich ist der Neusiedler See die eigentliche Sensation des Burgenlandes. Ich will ihn noch stärker miteinbeziehen."

"Ich bin überglücklich und kann es noch nicht ganz einordnen. Harald Serafin und ich kennen uns schon seit vielen Jahren. Das ist ein Wahnsinn, was er in Mörbisch aufgebaut hat. Ich freue mich schon sehr darauf das Mörbischer Boot zu steuern", strahlte die im Burgenland noch weitgehend unbekannte Schellenberger vor Journalisten. Dass aus ihr eine "Serafina" wird, schließt Schellenberber aus: "Ich werde meinen eigenen Stil finden, mich nicht verbiegen, sondern authentisch bleiben."

Das Herzstück von Mörbisch werde jedenfalls die klassische Operette bleiben. "Sonst würden wir uns selbst das Wasser abgraben. Die Besucher müssen wissen, was sie erwartet", kündigte Serafins Erbin an.

Musicals nach Mörbisch?
Neben der Hauptbühne will sie eine zweite, kleine Spielstätte aufbauen. Und sie überlegt auch, größere Musicals nach Mörbisch zu bringen. Auch eine Akademie zur Ausbildung junger Sänger ist ein Teil ihres Konzeptes. "Ich habe 30 Jahre Bühnenerfahrung, bin als Kammersängerin auf vielen Bühnen der Welt gestanden. Ich brauche keine Herausforderung mehr als Sängerin. Die Intendanz in Mörbisch ist eine Wahnsinnsaufgabe, die ich mit voller Konzentration angehen werde", sagt Schellenberger.

Nun werde man mit den Vertragsverhandlungen beginnen, erläuterte Kultur-Landesrat Helmut Bieler. Ideen und Vorschläge von Schellenberger will er auf ihre Machbarkeit abklopfen: "Es wird mit Sicherheit Veränderungen geben. Es ist aber noch viel zu früh, um sagen zu können was, wie und wann wir etwas machen werden."

Bis 2012 ist Serafin noch der Boss
"Jetzt geht es darum, dass Schellenberger das Burgenland noch besser kennenlernt. Bis zur Übergabe am 1. September 2012 hat Harald Serafin das alleinige Sagen. 220.000 Gäste im Jahr bei einem Festspiel sind einzigartig in Europa. Harald Serafin hat Mörbisch als Mekka der Operette einzigartig positioniert", so Landeshauptmann Hans Niessl.

Für Landeshauptmannstellvertreter Franz Steindl ist es eine Selbstverständlichkeit, "dass Serafin nicht nur 2011 sondern auch 2012, zum 20-jährigen Jubiläum, die Seefestspiele Mörbisch leitet. Es ist wichtig, dass wir im Burgenland kulturell einen gemeinsamen Weg gehen. Serafin hat das Burgenland kulturell geprägt wie kein Zweiter. Schellenberger werden wir unterstützen, um Mörbisch noch besser auszubauen. Sie ist ein Profi mit Mörbisch-Erfahrung."

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