SPÖ-Mandatar meint:

„Viel mehr Gewerkschafter müssten in Politik sein“

Voestler Hans Karl Schaller ist der einzige Gewerkschafter im SPÖ-Klub und wohl überhaupt der einzige „Hackler“ im OÖ Landtag. Umso mehr ist er entsetzt über den in einem Positionspapier versteckten Rat Außenstehender, die SPÖ solle sich mehr von den Gewerkschaften abgrenzen. Im Gegenteil! Er meint, mehr Arbeitnehmer, Betriebsräte, Gewerkschafter sollten in die Politik.
Artikel teilen
Drucken
Kommentare
0

„OÖ-Krone“: Jetzt geht’s rund unter Gewerkschaftern, von PROGE-Bundeschef Rainer Wimmer abwärts
Schaller: Ich war blank entsetzt, als ich das im Papier der drei Deutschen gelesen habe. Das kommt so rüber als würden wir Blockierer oder Hemmer sein. Das sind ja übertriebene Sachen, denn ich bin der einzige Gewerkschafter im SPÖ-Landtagsklub und ich glaube der einzige Arbeiter im ganzen Landtag. Eigentlich müssten weit mehr Arbeitnehmer, Betriebsräte, Gewerkschafter in der Politik tätig sein. Vielleicht schauats dann ein bissel anders aus.

Was würde denn anders ausschauen?
Für uns als Gewerkschafter ist immer die Verteilungsfrage im Vordergrund gestanden und dass wir eine solidarische Gesellschaft hinbringen. Und ich glaube, das ist noch immer das Thema, das die SPÖ will. Wir haben nur einen Unterschied: Wir gewinnen Wahlen! Ich gewinne Wahlen bei der Betriebsratswahl, wo auch alle Fraktionen kandidieren; wir gewinnen AK-Wahlen, wo auch alle Fraktionen kandidieren.

Sie waren ja neben Birgit Gerstorfer Spitzenkandidat bei der Landtagswahl und das Ergebnis war Stagnation bei etwas über 18 Prozent.
Also so einen Einsatz, wie ich ihn gezeigt habe mit der Birgit – ohne den wären wir bei 15 Prozent gelandet.

Gefällt Ihnen irgendetwas aus der Diagnose der externen Berater?
Bei denen ist das Wort Profillosigkeit gefallen. Ich will das nicht so krass sagen, wir haben schon ein Profil, aber das müssen wir schärfen. Wir können nicht die Partei für einen jeden sein, nicht es jedem Recht machen wollen.

Wie äußert sich das denn?
Ich erlebe zur Zeit so ein bisschen ein Dahintaumeln. Einmal ein bisschen nach links, dann wieder ein bisschen nach rechts. Da brauchen wir mehr Profil. Und das gelingt jetzt, das möchte ich besonders hervorheben, mit dem neuen Landtagsklub. Da sind jetzt Leute mit Ecken und Kanten dabei und die wissen, was sie wollen. Da kommt ein Profil raus. Und so wie ich das im SPÖ-Landtagsklub zur Zeit erlebe, hätte ich es auch ganz gerne in der Landespartei und im Parteivorstand.

Kommentare
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Donnerstag, 27. Jänner 2022
Wetter Symbol