Lockdown für Schätze

„Sicherster Tresor Europas“ steht mitten in Wien

Beim privaten Goldbesitz liegt Österreich im europäischen Spitzenfeld - nur die Schweizer bunkern mehr. In der City finden Edelmetalle und andere wertvolle Kleinode ein neues Zuhause.

Europaweit liegt Österreich beim privaten Goldbesitz im Spitzenfeld - an zweiter Stelle hinter der Schweiz. Rund ein Viertel der Österreicher hat schon einmal in Gold investiert. Im Schnitt werden 13 Prozent des Ersparten in Gold angelegt, das ergibt pro Kopf rund 13.300 Euro. Insgesamt befinden sich damit aktuell 561 Tonnen in privaten Händen, mehr als doppelt so viel wie die österreichische Nationalbank an Goldreserven hält (rund 280 Tonnen).

Vor allem in Zeiten einer hohen Inflation wird Gold als „sicherer Hafen“ gesehen, ein weiterer Anstieg ist naheliegend. Doch wo lagern, denn viele Bankfilialen werden aufgelassen und damit auch Schließfächer? Diese Frage hat sich auch Branchenkenner Bernd Mühlbacher gestellt und eine Antwort darauf: Im ehemaligen CA-Gebäude am Schottentor hat der gebürtige Salzburger kürzlich den sichersten und modernsten Tresor Europas eröffnet. Sie ist für bis zu 12.000 Schließfächer ausgelegt. Aktuell werden 3000 Boxen in unterschiedlichen Größen angeboten.

Nachfrage wegen Negativzinsen hoch
Die Nachfrage sei enorm. „Aufgrund der Negativverzinsung ist ab einem Betrag von 120.000 Euro ein Schließfach günstiger als das Geld auf ein Bankkonto zu deponieren“, so der Geschäftsführer von „Tresor am Schottentor“. Zur Zielgruppe zählen jene Leute, die Gold, Geld, aber auch Fotos, Datenträger oder die für sie wertvolle Pokémon-Sammlung sicher verwahren wollen. Prinzipiell frage man aber nicht nach, was sich in den Fächern befinde. Sprengstoff, verderbliche Waren oder Waffen seien aber tabu.

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Unsere Kunden können rund um die Uhr ohne Anmeldung anonym auf das Schließfach zugreifen.

Bernd Mühlbacher

Kunden schätzen neben der Sicherheit (ein Fach kann mit bis zu einer Million Euro versichert werden), auch die kundenfreundlichen Öffnungszeiten. „In eine Bank kann man nur zu bestimmten Zeiten. Im ,Tresor am Schottentor‘ können unsere Kunden rund um die Uhr ohne Anmeldung anonym auf das Schließfach zugreifen“, so Mühlbacher. Der Tresorraum selbst ist übrigens auch für den Chef selbst nicht zugänglich. Mühlbacher: „Der Zugriff erfolgt vollkommen automatisch. Gäbe es eine Fehlfunktion können auch wir nur mit einem externen Sicherheitsteam den Raum zur Wartung öffnen. Tresordiebe haben keine Chance.“

Philipp Stewart
Philipp Stewart
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