„Corona-Baby“ gerettet

Gefahr für 16 Monate altes Mädchen gebannt

In den Corona-Wirren gibt’s in Oberösterreich nun endlich einmal auch eine wirklich gute Nachricht: Jenes 16 Monate alte Mädchen, das im November wegen einer Kombi-Infektion von Corona und RSV fast gestorben war, ist über den Berg.
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Die Ärzte im Uniklinikum haben den Erfolg nicht an die große Glocke gehängt. Doch plötzlich war die Ziffer 1 bei der Corona-Statistik bei Unter-14-Jährigen, die auf der Intensivstation liegen, auf 0 gewechselt und auf der Normalstation von 0 auf 1 – dahinter verbirgt sich das Wunder ums Mäderl aus dem Salzkammergut.

Doppel-Infektion
Die Kleine war Anfang November mit Atembeschwerden ins Vöcklabrucker Spital eingeliefert worden. Diagnose: Infektion mit RSV (Respiratorische Synzytial-Virus) und Corona-Virus. RSV alleine kann für Kleinkinder problematisch werden, die Kombi-Infektion löste den extrem schweren Verlauf aus. Nach fünf Tagen verschlechterte sich der Zustand des Kindes aus dem Raum Vöcklabruck dramatisch: Das Kleinkind musste mit Atemnot auf die Intensivstation verlegt und künstlich beatmet werden. Das alleine hätte aber dem damals 15 Monate alten Mäderl das Leben nicht retten können, ein tödliches Lungenversagen drohte.

Überstellung riskant
Da das Mädchen die Überstellung zu den Spezialisten in die Kinderklinik Linz, also Med Campus IV., nicht überstanden hätte, kam ein Kinderherzchirurg nach Vöcklabruck. Gemeinsam schloss man das Kind an eine sogenannte Ecmo-Maschine an. Dabei werden Schläuche nahe dem Herzen an die Blutbahn angeschlossen – Blut wird aus dem Körper entnommen, mit Sauerstoff angereichert und zurückgepumpt. Dies entlastet die Lunge, war lebensrettend. Nach der OP wurde das Kind nach Linz überstellt, wo es sich jetzt soweit erholte, dass es aus der Intensivstation entlassen werden konnte.

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