31.12.2021 14:00 |

Lofer & St. Martin

Silvester: Der eine zündelt, der andere darf nicht

Die Orte Lofer und St. Martin sind praktisch eins miteinander. Die Gemeindegrenzen gibt es, sie verschwimmen aber. Die beiden Bürgermeister handhaben das Feuerwerk zu Silvester jedoch unterschiedlich. In St. Martin bleibt das Abschießen von Raketen ganz generell verboten, Lofer erlaubt die Knallerei von und für jedermann.

Die Gäste aus Berlin haben Raketengeräusche auf Tonband im Urlaubsgepäck. Die Winterurlauber und Feuerwerk-Fans haben für ihren Aufenthalt in St. Martin bei Lofer gut gepackt. Im Pinzgauer Ort ist die Knallerei zu Silvester tatsächlich verboten. Die Gruppe aus zehn Leuten wird die mitgebrachten Raketen aber nicht wieder mit nach Hause nehmen müssen. Denn: nur einen Steinwurf entfernt, in der Gemeinde Lofer, ist der Abschuss von Feuerwerk am 31.12. erlaubt. Die Gemeindegrenze zwischen den beiden Orten verläuft teilweise durch Häuser, durch den Fluss Saalach oder durch eine Wohnsiedlung.

Der Brief kam zu spät
„Für uns war es eigentlich selbstverständlich, dass wir das Feuerwerksverbot heuer nicht wieder aufheben“, sagt Michael Lackner. Der Bürgermeister von St. Martin hat sich im zweiten Jahr in Folge gegen die einmalige Ausnahme entschieden. Die Silvesterkracherei im Nachbarort ist aber erlaubt. Gemeinde-Feuerwerk gibt es zwar keines mehr, Gäste und Einheimische dürfen ihre Raketen jedoch starten lassen. „Ich bin kein Raketen-Befürworter, habe aber selbst schon welche geschossen“, erklärt Lofers Bürgermeister Norbert Meindl. Und: Ein Empfehlungsbrief vom Land Salzburg für das Beibehalten des Verbots zu Silvester kam für den Druck der Gemeindezeitung just um wenige Tage zu spät.

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