30.12.2021 08:57 |

Voll auf Klimaschutz

Energiewende in der Industrie hat längst begonnen

Drastische Reduktion der Emissionen, verstärkte Nutzung erneuerbarer Energien - das Erreichen der ehrgeizigen Klimaziele stellen eine enorme Herausforderung dar. Nicht ganz so hoch sind die Erwartungen. Laut Umfrage zweifelt fast die Hälfte der Industriebetriebe an der Machbarkeit aller umweltschonenden Maßnahmen.

„Unsere Betriebe sind schon seit Langem bemüht, die CO2-Belastung und den Energieverbrauch zu senken“, erklärt Manfred Gerger, Präsident der Industriellenvereinigung (IV). Die aktuelle Umfrage zeigt, dass in den vergangenen fünf Jahren die Schwerpunkte in der Optimierung der Produktion (54%), der Errichtung von Fotovoltaikanlagen (37%), der Logistik und im Fuhrpark (33%), in der Verringerung des CO2-Fußabdrucks bei Rohstoffen und Vorprodukten (29%) sowie in Gebäudemaßnahmen wie Dämmung oder LED-Licht (21%) gesetzt wurden.

In den nächsten drei Jahren planen die Industriebetriebe vor allem den Bau von Fotovoltaikanlagen (64%), weitere Verbesserungen in der Produktion und Investitionen in Fuhrparks (50%).

Skepsis überwiegt
93 Prozent der Befragten aus 44 Betrieben im Burgenland halten die Umstellung zu 100 Prozent auf erneuerbaren Strom bis 2030 für möglich. Die 55 Prozent CO2-Reduktion bis 2030 gemäß EU-Klimaziel erachten 71 Prozent der Unternehmen als nahezu undurchführbar. Lediglich 28 Prozent sehen die CO2-neutrale Produktion bis 2050 für erreichbar.

Teure Maßnahmen
Die Kosten der Klimaneutralität bis 2040 wird in Österreich auf vier Milliarden Euro pro Jahr geschätzt. Vielen Betrieben fehlt es an Kapital. Um die geforderten Maßnahmen finanzieren zu können, schlägt Gerger vor, einen ausreichend dotierten „Industrie-Dekarbonisierungs-Fonds“ einzurichten.

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