Es sind wohl die beliebtesten Gerichte zu Weihnachten oder auch am Silvesterabend: Raclette oder Fondue. Und auch in Österreich kommen die eigentlich aus der Schweiz stammenden Gerichte gerne auf den Tisch. Doch nun warnt das deutsche Robert-Koch-Institut: Die Infektionsgefahr beim lustigen Tisch-Kochen ist nicht zu unterschätzen.
Einer jüngsten Umfrage zufolge kommt bei knapp einem Fünftel der Österreicher Raclette auf den Weihnachtstisch. Nun warnen Deutschlands Gesundheitshüter vor dem gemeinschaftlichen Festtagsschmaus. Doch wer jetzt an das Coronavirus (das natürlich nicht zu unterschätzen ist) denkt, der liegt falsch. Denn auch wenn sich infektiöse Aerosole natürlich in gemütlichen Tischrunden gut ausbreiten können, sind es diesmal Bakterien, vor denen das RKI warnt.
Durchfallerkrankung nach Raclette-Genuss
Im Fachmagazin „Scientific Reports“ berichten Wissenschaftler des RKI nämlich von einem direkten Zusammenhang zwischen der Infektion mit der Durchfallerkrankung Campylobacter-Enteritis und dem vorherigen Verzehr von Raclette oder Fondue. Eine Überprüfung von Personen, die sich mit den Bakterien infiziert hatten, habe ergeben, dass auffällig viele dieses Weihnachtsessen gewählt hatten, so die Forscherinnen und Forscher.
Denn die Erreger der Erkrankung, die neben Durchfall und Bauchschmerzen oft auch mit Fieber einhergeht, sind meist auf rohem Fleisch, besonders Hühnerfleisch zu finden. Während das Hendl gekocht oder gegart ungefährlich ist, kann es allerdings im rohen Zustand mit bloßen Fingern angefasst zum Infektionsherd werden. Daher gilt: Rohes Fleisch auf keinen Fall zu lange ungekühlt auf dem Tisch stehen lassen, außerdem sollte es nicht bloßen Händen von mehreren Personen angefasst werden.
Sicherheitshinweis auch für Geflügelzubereitung
Die Sicherheitshinweise des RKI gelten übrigens auch für alle, die an Weihnachten Geflügelgerichte vorbereiten: Nach dem Berühren des rohen Fleischs sollte man sich immer die Hände gründlich waschen, denn Keime gelangen oftmals über diesen Weg in den menschlichen Organismus. Wer die Grundlagen der Hygiene also auch in der Küche und bei Tisch beachtet, dem sollte der weihnachtliche Genuss kein Bauchweh beschweren.
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