Während im Westen und im Burgenland schon ab 12. Dezember aufgesperrt wird, bleiben die Herde in den steirischen Wirtshäusern noch bis 17. Dezember kalt.
Bitte warten, heißt es also weiterhin für die steirischen Gastronomen und Hoteliers - während man in Vorarlberg (886,7) und Tirol (581,5) die gesamte Wirtschaft trotz deutlich höherer Sieben-Tages-Inzidenz als in der Steiermark (482,1) wieder hochfährt, bleiben diese beiden Branchen in unserem Bundesland noch bis 17. Dezember geschlossen.
„Über die Tatsache, dass im Westen trotz deutlich schlechterer Zahlen als bei uns gleich aufgesperrt wird, bin ich schon verwundert“, schüttelt etwa Gastro-Spartenobmann Klaus Friedl den Kopf. Mit den Rahmenbedingungen wie zugewiesenen Sitzplätzen und der 2-G-Kontrolle könne man leben. „Wir hoffen nur, dass dieses dauernde Auf- und Zusperren jetzt nicht auf ewig weitergeht, sonst laufen uns die Mitarbeiter endgültig davon“, warnt Friedl.
„Mehrwertsteuer muss bei 5 Prozent bleiben“
Bei Christof Widakovich und der Grossauer-Gruppe war schon alles angerichtet für das große Aufsperren. „Wir brauchen ja eine gewisse Vorlaufzeit, die Dienstpläne waren fertig, alles vorbereitet - jetzt müssen wir unserer Mitarbeiter wieder heimschicken.“ Was das Weihnachtsgeschäft angeht, macht er sich keine Illusionen. „Das entgangene Geschäft kann niemand mehr aufholen. Wichtig ist deshalb, dass die Mehrwertsteuer für Gastrobetriebe bei fünf Prozent bleibt, sonst ist ein riesiges Wirtesterben zu befürchten.“
Hoffen auf „normale“ Weihnachtsferien
Etwas besser wirkt die Stimmung in der Hotellerie. „Für uns ist diese Lösung in Ordnung“, stellt Andreas Mayrhofer, Direktor vom Sporthotel Royer in Schladming, klar. Am vierten Adventwochenende sei man gut gebucht - davor wären die 130 Zimmer ohnehin quasi leergestanden. Jetzt hofft man auf möglichst „normale“ Weihnachtsferien. „Aktuell sind wir da optimistisch und wirklich gut gebucht - essenziell ist es natürlich, dass unsere ausländischen Gäste nach ihrem Urlaub nicht mehr in Quarantäne müssen.“
Alle anderen Branchen sperren in der Steiermark ab 12. Dezember wieder auf - darunter auch die Christkindlmärkte.
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.