03.12.2021 14:39 |

Rechnungshof-Bericht

Plabutschgondel-Vision kostete 1,4 Millionen Euro

Exakt 1,36 Millionen Euro kostete das Projekt Plabutschgondel, ehe es Mitte 2020 endgültig gestoppt wurde. Das zeigt ein Prüfbericht des Bundesrechnungshofs, der das Grazer Liegenschaftsmanagement genauer unter die Lupe nahm.

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Der Rechnungshof äußert zwar keine vernichtende Kritik an der Organisation der städtischen Liegenschaften, bei ausgewählten Projekten gibt es aber einiges zu bemängeln, etwa bei einem Vorhaben am Thalersee. Dort wurde 2014 das sanierungsbedürftige Restaurant um 1,25 Millionen Euro gekauft, ohne Sachverständigengutachten über den tatsächlichen Wert einzuholen. Zudem fehlten Wirtschaftlichkeitsberechnungen über die Nutzung und die geplanten Erträge.

Erst 2019 begannen Detailplanungen für den mit fast sechs Millionen Euro projektierten Umbau - das lag um 2,5 Millionen Euro über den vom Gemeinderat 2018 genehmigten Kosten. Dem Gemeinderat soll nun „zeitnah“ ein aktueller Bericht über die Revitalisierung des Restaurants am Thalersee samt Kostenentwicklung vorgelegt werden, regen die Prüfer an. Zu Sommerbeginn 2022 soll der Umbau übrigens fertig sein.

Trotz angekündigter Volksbefragung Projekt nicht gestoppt
Weitere Kritik: Das Gondelprojekt am Plabutsch sei auch dann noch weiter verfolgt worden, als 2019 bereits eine Volksbefragung im Raum stand und später die Realisierung des Projekts auf die nächste Gemeinderatsperiode verschoben wurde. 2020 wurde das Projekt schließlich aufgrund der Corona-Pandemie endgültig gestoppt.

Umzug von Strafamt „trotz bekannter Mängel“
Ebenso ins Visier der Prüfer geriet der Umzug des Strafamts in den Gürtelturm. 917 Quadratmeter Bürofläche für etwa 30 Personen wurden angemietet. Die Auswahl des Standorts sei „nicht dokumentiert und damit auch nicht nachvollziehbar“, schreiben die Prüfer. Im Juni 2018 wurden die Büros dann „trotz bekannter Mängel bei der Belüftung“ übernommen, so sei die Klimaanlage nicht in Betrieb gewesen.

Auch nach einer Sanierung blieben die raumklimatischen Verhältnisse außerhalb von Normbereichen. Aus dem Rathaus hieß es am Freitag allerdings zur „Krone“, dass die Mängel mittlerweile behoben sind.

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