02.12.2021 07:02 |

Thema des Tages

Wie aus dem Flughafen nun „Aviation City“ wird

Nach zwei Jahren Planung und Prüfung liegt der endgültige Plan für die Zukunft des „Airport Klagenfurt“ vor. Er wird zum zentralen Teil eines viel größeren Konzepts. Baustart: Jänner 2022?

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Die Pandemie hat die Flugbranche hart getroffen. In Klagenfurt wurde die Krise genutzt, um die „Zeit danach“ zu planen und in die Überlegungen auch den zweiten großen Umbruch unserer Zeit, die Wege aus der Klimakrise, mit zu berücksichtigen.

Raum für Entfaltung
So ist ein Konzept entstanden, das den Flughafen in Zukunft zwar noch als zentralen Bestandteil sieht, aber rundherum Raum für Entfaltung schafft. „Wir streben für den Airport 500.000 Passagiere im Jahr an. Das ist realistisch und etwa 2025/2026 erreichbar“, stapelt Geschäftsführer Nils Witt bewusst tief: „Darauf können wir uns gut ausrichten und in Spitzenzeiten dann fünf bis sechs Maschinen zeitgleich abwickeln.

500.000

Passagiere sind das Ziel. Ein Idealmaß für einen Flughafen wie Klagenfurt nach der Pandemie und in Zeiten der Energiewende.

Modernisiert und Erweitert
Dazu wird das bestehende Gebäude erweitert und modernisiert, um einen Abfertigungsteil auf der Vorfeld-Seite sowie einen Bürotrakt im Westen erweitert.“ Ebenfalls geplant: ein Nahversorger – etwa ein Supermarkt mit langen Öffnungszeiten – sowie ein Parkhaus samt Anbindung an das Haupthaus. „Der Weg vom Auto zum Flugzeug beträgt fünfzig Meter; und das überdacht“, sagt Witt.

Eigenes Kongresscenter
Dann folgen dort, wo die alten Hangars gestanden haben als Teil zwei des Plans Geschäftsflächen samt Kongresscenter, einem Hotel und Platz etwa für ein großes Rechenzentrum.

Mega-Photovoltaikanlage
Plan drei besteht aus Riesenanlagen für die Gewinnung von Alternativenergien: „Zunächst eine Photovoltaikanlage mit 70.000 Kilowatt Peak, was die größte Kärntens sein wird; und ein weiterer Ausbau auf 230.000 Quadratmeter ist vorgesehen.“ Ebenso wie eine Anlage zur Gewinnung von „grünem Wasserstoff“. All diese Energie steht für Eigenbedarf zur Verfügung – man will sogar anstreben, weitgehend energieneutral und energieautark zu werden – sowie vor allem auch für den nächsten Planteil: ein Logistikzentrum, das alle Vorteile dieses Standortes nutzt: den Flughafen ebenso wie die angrenzende Eisenbahn samt eigenem Anschluss und natürlich den Autobahnknoten vor Ort. Ebenfalls vorgesehen: eine Zu- und Abfahrt über das Flughafengelände Richtung Norden, um die Wohngegend im Süden nicht zu belasten.

Technologiepark
Fünfter Planteil schließlich: ein Technologiepark, wo es um Innovationen vor allem in Hinblick auf alternative Antriebe und Transport geht; also wieder alles rund um Elektro- und Wasserstoffnutzung. So etwa für autonome Flugdrohnen.

Ganzheitliches Projekt
„Das sind aber keine Einzelprojekte, sondern sie sollen und müssen alle gleichzeitig entstehen und miteinander verzahnt werden, damit das so funktioniert“, erzählt Nils Witt. Damit alles gemeinsam beworben werden kann; national und international. Klagenfurt mit der „Aviation City“.

Hannes Mösslacher
Hannes Mösslacher
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