02.12.2021 06:00 |

Es geht um 140 Jobs

Mozartkugeln: Trotz Konkurs wird weiter produziert

Beim insolventen Süßwarenhersteller Salzburg Schokolade, welcher auch die „Echte Salzburger Mozartkugel von Mirabell“ für den Mondelez-Konzern produziert, wird intensiv an der Rettung des Betriebs gearbeitet. Varianten gäbe es mehrere, vorerst wird weiterproduziert.

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Der Wegfall von zwei Großaufträgen und der Corona-bedingte Absatzrückgang hätten zur Pleite des traditionsreichen Salzburger Süßwarenherstellers geführt. Davon betroffen sind nicht nur 140 Jobs, sondern auch über 600 Gläubiger. „Im Sinne dieser beiden Gruppen hoffen wir, dass das Unternehmen fortgeführt werden kann“, betont Aliki Bellou vom KSV 1870 in Salzburg.

Leere Regale nicht bekannt
Möglich wäre etwa eine Sanierung über den Einstieg eines Geldgebers oder einen Komplettverkauf. Masseverwalter Johannes Hirtzberger ist gerade dabei, sich ein Bild zu machen und alle Optionen zu prüfen. Darüber hinaus könne man derzeit nichts sagen, bei der Tagsatzung am 13. Dezember würde man mehr wissen. Er bestätigte aber, dass vorerst weiterproduziert wird. Leere Regale seien ihm nicht bekannt.

Teilversammlungen starten
Betriebsräte und Gewerkschaft starten am Donnerstag in Grödig mit Teilversammlungen. Von 8 bis 17 Uhr können dabei die Mitarbeiter ihre Anträge für den Insolvenz-Entgelt-Fonds stellen - bisher wurden die Gehälter für November und das Weihnachtsgeld nicht überwiesen. „Das Management hat uns volle Unterstützung zugesichert“, sagt Gewerkschafter Rudolf Blaha. Ob das Geld bis Weihnachten kommt, ist unklar.

Fakt ist laut KSV 1870, dass einem Vermögen von rund 23 Millionen Euro Schulden in der Höhe von gut 27 Millionen Euro gegenüberstehen. Neben den Mirabell Mozartkugeln stellt Salzburg Schokolade auch Bobby-Riegel oder Maria-Theresia-Taler her.

Gerald Hofbauer
Gerald Hofbauer
 Salzburg-Krone
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