Stadtchef zufrieden:

„In Vöcklabruck unterstützt auch FPÖ Impfaktionen“

Mit einer Impfquote von 66% liegt die Stadt Vöcklabruck über dem Oberösterreich-Schnitt. Für den neuen SP-Bürgermeister Peter Schobesberger ist das geschlossene Auftreten der Stadtpolitik ein Grund dafür. Diesen Weg der Gemeinsamkeit will er weiter fortsetzen und länger als 29 Jahre im Amt bleiben.

„Krone“: Vor sieben Wochen wurden Sie zum Stadtchef gewählt. Hätten Sie damals gedacht, dass die vierte Coronawelle uns so überrollt und kaum ein anderes Thema zulässt?
Peter Schobesberger: Dass es so schlimm wird, hätte ich nicht gedacht. Allerdings habe ich die Warnungen der Experten im Sommer schon sehr ernst genommen und kann deshalb nicht nachvollziehen, wie die Landesregierung gehandelt hat und jetzt nur reagiert, aber nicht agiert.

Das klingt nach Frust?
Gar nicht. Noch nie hat mir zwölf Stunden am Tag arbeiten so viel Freude gemacht. Das liegt auch daran, dass wir am Stadtamt und den Außenstellen sehr hohe Impfquoten haben und auch 66 Prozent der Vöcklabrucker Einwohner geimpft sind. Das ist weit über dem Landesschnitt.

Woran liegt das?
Beim Bauhof haben die Mitarbeiter sich gemeinsam zu einem Impftermin angemeldet und diese Gruppendynamik hat dazu geführt, dass von 35 Mitarbeitern 34 geimpft sind.

Und wie haben Sie die Vöcklabrucker erreicht?
Dadurch, dass die Stadtpolitik Geschlossenheit zeigt. Auch FP-Stadtrat David Binder zieht mit. Er ist bei der Feuerwehr und unterstützt dort auch Impfaktionen. Man sieht, wie problematisch es ist, wenn der Landeshauptmann und sein Stellvertreter uneinig sind. Die Bevölkerung zweifelt zurecht. Unseren Weg der Gemeinsamkeit möchte ich übrigens nach Corona auch weiter verfolgen.

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Ich will den Rekord meines Vorgängers Herbert Brunsteiner knacken und länger als 29 Jahre im Amt bleiben.

Bürgermeister Peter Schobesberger

Apropos Zukunft. Wie lange wollen Sie im Amt bleiben?
Ich will den Rekord meines Vorgängers Herbert Brunsteiner knacken und länger als 29 Jahre das Bürgermeisteramt ausüben. Natürlich hat das Volk dabei ein ganz wichtiges Wort mitzureden.

Woher kommt diese Politik-Begeisterung?
Ich komme eigentlich aus einem tiefschwarzen Haus. Meine Mutter war VP-Vizebürgermeisterin in Gampern, mein Vater Gemeinderat. Mir ist Solidarität aber ganz wichtig. Deshalb habe ich mich vor zwei Jahren entschlossen, aktiv bei der SPÖ mitzuwirken.

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