Lösung in Sicht?

Reinprechtsdorfer Straße könnte zur Einbahn werden

Die Reinprechtsdorfer Straße in Wien-Margareten soll umgebaut werden. Eine aktuelle Verkehrsanalyse favorisiert die Einbahnregelung.

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Die Reinprechtsdorfer Straße braucht dringend eine Umgestaltung samt Verkehrsreduktion - darüber sind sich alle Parteien und die Anrainer einig. Doch wie das Ganze aussehen soll, darüber wird gestritten. Seit 2014 beschäftigte die Umgestaltung die Bezirkspolitik - bis heute warten die Anrainer auf eine zufriedenstellende Lösung. Jetzt kommt wieder Bewegung in die Sache.

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Die Untersuchung zeigt, dass durch eine dauerhafte Führung als Einbahn der Durchzugsverkehr signifikant zurückgehen wird.

Bezirksvorsteherin Silvia Jankovic (SPÖ)

Bezirksvorsteherin Silvia Jankovic (SPÖ) hat im Sommer eine Verkehrsanalyse in Auftrag gegeben und nun gibt es Ergebnisse. „Die Untersuchung zeigt, dass durch eine dauerhafte Führung als Einbahn der Durchzugsverkehr signifikant zurückgehen wird. Die Einbahnlösung reduziert den Verkehr auf der Reinprechtsdorfer Straße um die Hälfte und den Durchzugsverkehr im Bezirk insgesamt um 14 Prozent - das sind täglich 6000 Autos weniger, die durch unseren Bezirk fahren“, so Jankovic.

Der gewonnene Platz durch den Wegfall einer Fahrspur soll für Bäume, breitere Gehsteige und Sitzgelegenheiten genutzt werden. Eine Begegnungszone könnte es rund um den Siebenbrunnenplatz geben.

Bezirkschefin will andere Parteien an Bord holen
Mit diesen Zahlen will die Bezirkschefin nun auch die anderen Parteien von der Verkehrsplanung überzeugen. Vor allem von den Grünen gibt es nämlich Kritik an der Einbahn-Lösung. Unterstützung bekommen sie von den Bewohnern der Rampersdorffergasse, die eine Verdrängung des Verkehrs in ihre Gasse befürchten. Jankovic: „Wenn wir das Linksabbiegen von der Wiedner Hauptstraße in die Rampersdorffergasse unterbinden, wirkt sich das zusätzlich verkehrsberuhigend aus. Das belegen auch die Verkehrsmodelle.“

Die Ergebnisse der Verkehrsanalyse werden sicher auch im Zentrum der Debatte bei der Bürgerversammlung am Mittwoch stehen. Ab 16 Uhr können Interessierte den Experten der Stadt und des Bezirks Fragen zur Umgestaltung stellen. Geht es nach der Bezirksvorsteherin, dann sollen die Detailplanungen bald starten. „Wenn wir uns auf ein Konzept einigen, dann könnten die Umbauarbeiten schon im Herbst 2022 beginnen“ so Jankovic.

Für genügend Zündstoff ist am Mittwoch bei der virtuellen Bürgerversammlung auf jeden Fall gesorgt.

Fakten

  • Seit 2014 wird die Umgestaltung der Reinprechtsdorfer Straße bereits diskutiert.
  • Am 1. Dezember findet um 16 Uhr auch eine Bürgerversammlung zum Thema statt.
  • Wegen des U-Bahn-Baus wird die „Reinpi“ derzeit als Einbahn geführt.
Philipp Stewart
Philipp Stewart
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