12.11.2021 16:00 |

Lohnrunde gescheitert

Handels-Gewerkschaft droht nun mit Maßnahmen

Da die KV-Verhandlungen für die 430.000 Handelsangestellten in der dritten Runde gescheitert sind, kam es am Freitag zu einer Onlinekonferenz mit 800 Betriebsräten. Jetzt folgen Versammlungen und ein neuer Termin. Die Gewerkschaft GPA will ein Paket mit 3,5 Prozent Plus.

Mit der Forderung liegt man nahe am Abschluss der Metaller, die sich erst kürzlich auf 3,55 Prozent einigten. Aufgrund der hohen Teuerungsrate und der besser laufenden Konjunktur erwartet sich Verhandlerin Anita Palkovich (GPA) einen „Gehaltsabschluss, der die Kaufkraft sichert“. In einer Resolution fordert die Gewerkschaft zudem die „Beendigung von Ungerechtigkeiten, vor allem für weibliche Angestellte“. Man berate jetzt weitere Maßnahmen.

Wenig Verständnis für das Vorgehen der Gewerkschaft hat die Arbeitgeberseite: „Es ist bereits ein ausverhandeltes Gesamtpaket auf dem Tisch gelegen, welches völlig überraschend auf Seiten der Gewerkschaft keine Mehrheit gefunden hat“, so Verhandler Rainer Trefelik von Bundessparte Handel der Wirtschaftskammer, der die GPA dazu aufruft, das Paket zu überdenken.

Demnächst werden beide Seiten wieder an den Verhandlungstisch zurückkehren, ein Termin steht noch nicht fest. Die Gewerkschaft informiert ab Montag in Versammlungen Beschäftigte über den Stand der Dinge.

 Kronen Zeitung
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