28.10.2021 15:54 |

Klimawandel-Folge

Zweitgrößter See der Türkei trocknet langsam aus

Mit einer Fläche von 1665 Quadratkilometern ist der Tuz Gölü (türkisch für Salzsee, Anm.) der zweitgrößte See der Türkei - zumindest auf dem Papier. Denn von dem Salzsee ist nicht mehr viel übrig, er trocknet langsam aus. Umweltschützer machen den Klimawandel und die Landwirtschaft dafür verantwortlich.

Nach dem Vansee ist der Tuz Gölü der zweitgrößte See des Landes und mit einem Salzanteil von 32,9 Prozent (fast ident mit jenem des Toten Meeres, Anm.) einer der salzhaltigsten Seen der Welt. Er liegt 905 Meter über dem Meeresspiegel im trockenen Hochland zwischen den Städten Ankara, Konya und Aksaray.

Türkei leidet heuer unter Wasserknappheit
Seit zwei Jahrzehnten schrumpft der rund 80 Kilometer lange Salzsee, der nur durch Niederschläge und Grundwasser gespeist wird und keinen Abfluss hat, unaufhaltsam. Da die Türkei in diesem Jahr unter einer besonders enormen Wasserknappheit leidet, schrumpft er weiter drastisch.

Der größte Teil der türkischen Rosaflamingos nistet hier, doch im heurigen Sommer verendete aufgrund des Wassermangels fast die komplette Population, nachdem die für den See vorgesehenen Wassermengen zwecks landwirtschaftlicher Bewässerung während einer Dürre umgeleitet worden waren.

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