Erste Erntebilanz:

Die Nachfrage nach Sorten aus Uromas Zeit ist groß

Der Altweibersommer beschert Obstbauern in der Scharten besonders süße Früchte. Die Ernte wird „durchschnittlich gut“ ausfallen.

„Wir haben gerade alle Hände voll zu tun“, sagen Georg und Cornelia Roithmeier vom Kronbergerhof in der Eferdinger Scharten. Sie stehen inmitten der Obstbaumzeilen und füllen in Windeseile einen Korb mit frischen Äpfeln an. „Sonnige Tage und kühle Nächte, das ist jetzt bestens für unsere Ernte!“ Denn die Äpfel legen etwas rote Farbe zu und durch den Temperaturunterschied werden sie noch süßer. Der schöne Altweibersommer führt das Erntejahr, das mit Hagel und langen Regenperioden herausfordernd gewesen ist, zu einem guten Ende.

Saftiger Geheimtipp
Roithmeier erwartet sich darum „eine gute, durchschnittliche Ernte“. Die Sortenklassiker Gala, Elstar, Delicious oder Jonagold liefert er an den Handel. Und: „Heuer ist die Nachfrage nach alten Obstsorten auch sehr groß“, plaudert er aus. Die Früchte, die in Urgroßmutters Zeiten buchstäblich in aller Munde gewesen sind, gelten jetzt wieder als Geheimtipp. Der Winterapfel Kronprinz Rudolf oder die späten Rubinette legen gerade an Geschmack und Saftigkeit zu. Roithmeier bietet diese raren Besonderheiten aber nur im Ab-Hof-Verkauf an.

Erste Erntebilanz
Eine Bilanz der Herbsternte kann erst gegen Ende Oktober gezogen werden. Die „Krone“ bat Helmut Feitzlmayr, Experte der LKOÖ, um seine Einschätzung: „Wenn der Hagel nicht ein Viertel unserer landwirtschaftlichen Flächen schwer geschädigt hätte, könnten unsere Landwirte durchaus zufrieden sein.“ Es gibt für die Saft- und Mostverarbeitung zwar weniger Birnen, aber dafür genug Äpfel. Nicht nur Obst, auch Zuckerrüben, Sojabohnen und Mais erreichen „gute Durchschnittsmengen“.

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Sonntag, 17. Oktober 2021
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