17.09.2021 06:00 |

Vorbereitungen laufen

Jägerball-Absage - zieht der Opernball nach?

Mit rund 5000 Besuchern ist der Jägerball einer der beliebtesten Bälle Österreichs - eine Mischung aus Traditon, Brauchtum und Tracht hält alljährlich in der Wiener Hofburg Einzug. Nun wurde der 100. Jägerball abgesagt - ein Paukenschlag. 

Wir erreichen die Vereinspräsidentin des Grünen Kreuz Christa Kummer, die eine klare Haltung dazu hat: „Wir wollen unser Jubiläum nicht unter diesen Bedingungen feiern. Wir haben eine Verantwortung gegenüber unserer Ballbesucher und Mitglieder und deshalb so entschieden. Es ist ein Charity-Ball und uns blutet das Herz, aber es ist besser so!“

2022 ebenfalls kein Opernball?
Da stellt man sich die Frage, ob diese Absage nur der Vorbote für weitere sein wird. Und der Ball der Bälle - immerhin mit derselben Besucheranzahl - im nächsten Jahr erneut ausfallen wird. Staatsoperndirektor Bogdan Roščić möchte und kann persönlich keine Stellung beziehen, wird uns mitgeteilt.

Die Staatsoper sagt dazu allerdings offiziell: „Der Opernball erreicht allein durch die Fernsehübertragung jährlich bis zu 2,5 Millionen Menschen. Er ist daher nicht nur der wichtigste Ball Österreichs, sondern auch in vielerlei Hinsicht ein wirtschaftlicher Faktor, nicht zuletzt für das jährliche Budget der Staatsoper. Darüber hinaus ist die Wiener Staatsoper gesetzlich dazu verpflichtet, den Ball zu veranstalten. Deshalb bereiten wir den Ball, der für 24. Februar 2022 geplant ist, auch schon seit geraumer Zeit vor, denn die Durchführung ist nur mit einem langen Vorlauf möglich. Eine etwaige Absage ist keine Entscheidung, die die Staatsoper alleine treffen kann. Wir werden sie in den kommenden Wochen mit dem Eigentümer besprechen und zur gegebenen Zeit die Entscheidung kommunizieren.“

Walzer, oder kein Walzer? Man darf gespannt sein, wie die Politik entscheiden wird ...

Norman Schenz
Norman Schenz
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Sonntag, 17. Oktober 2021
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