03.09.2021 10:38 |

Lieferungen auch 2022

Impfdosen: AstraZeneca und EU beenden Rechtsstreit

Die Europäische Union hat im Streit um ausgebliebene Lieferungen von Coronavirus-Impfstoff eine außergerichtliche Einigung mit AstraZeneca getroffen. Diese sehe vor, dass das britisch-schwedische Unternehmen in der zweiten Jahreshälfte insgesamt 135 Millionen weitere Impfstoffdosen liefert, erklärte die EU-Kommission am Freitag. Bis Ende März 2022 soll AstraZeneca den Angaben zufolge alle vertraglich vereinbarten 300 Millionen Dosen geliefert haben.

Danach verpflichtet sich der Pharmakonzern zur Lieferung von 60 Millionen Impfdosen bis zum Ende des dritten Quartals, 75 Millionen Dosen bis Ende des vierten und 65 Millionen weitere Dosen bis zum Ende des ersten Quartals 2022.

Die EU-Kommission hatte Ende April juristische Schritte gegen Astrazeneca eingeleitet. Der britisch-schwedische Hersteller hatte die Lieferungen von Corona-Impfstoff an die Europäische Union in den Monaten zuvor immer wieder einseitig drastisch gekürzt. Ein erster Gerichtstermin im Hauptsacheverfahren war ursprünglich für Ende September geplant.

AstraZeneca: „Gemeinsames Verständnis erzielt“
AstraZeneca-Vizepräsident Ruud Dobber sagte einer Mitteilung zufolge, er freue sich sehr, „dass wir ein gemeinsames Verständnis erzielen konnten, das es uns ermöglicht, gemeinsam mit der Europäischen Kommission voranzukommen und zur Überwindung der Pandemie beizutragen“. Das Unternehmen wolle eng mit der Kommission zusammenarbeiten, um die Impfallianz Covax zu unterstützen. „Den Mitgliedstaaten werden regelmäßige Lieferpläne zur Verfügung gestellt, und im Falle einer verspäteten Dosierung gelten begrenzte Rabatte“, teilte das Unternehmen weiters mit.

Nach Angaben von AstraZeneca hat der Hersteller gemeinsam mit seinen Partnern mehr als 170 Staaten rund 1,1 Milliarden Dosen zur Verfügung gestellt. Davon seien etwa zwei Drittel an ärmere Länder gegangen.

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