26.08.2021 08:30 |

Charge verunreinigt

Japan: 1,6 Millionen Impfdosen aus Verkehr gezogen

In Japan sind 1,63 Millionen Dosen des Impfstoffs von Moderna aus dem Verkehr gezogen worden. Die Fläschchen der Arznei seien kontaminiert gewesen - die gefundenen Fremdstoffe sollen die Größe von ein paar Millimetern haben. Der Arzneimittelhersteller Takeda Pharmaceutical Co., der für den Verkauf und Vertrieb des Vakzins auf dem Inselstaat zuständig ist, will den Fall nun untersuchen. Es wurde empfohlen, keine Dosen zu verwenden, die Abnormitäten aufweisen, auch wenn sie nicht zu den betroffenen Chargen gehören.

Die Fremdstoffe seien in 39 Fläschchen in acht Impfzentren festgestellt worden, berichtete die Nachrichtenagentur Reuters. Moderna erklärte, dass trotz der Verunreinigung die Sicherheit und Wirksamkeit nicht betroffen sei. Neben der betroffenen Charge wurde auch die davor und die danach produzierte aus dem Verkehr gezogen. 

Betroffene Impfstoffdosen wurden teilweise bereits verabreicht
Der Impfstoff soll in Spanien hergestellt worden sein. Die drei Chargen waren bereits an 863 Impfzentren in Japan verteilt worden - das Gesundheitsministerium erteilte nun die Anweisung, diese nicht mehr zu verwenden. Die Chargennummern wurden außerdem veröffentlicht, damit geimpfte Personen prüfen können, ob sie betroffen sind. Vakzine der fraglichen Charge seien in Osaka bereits verwendet worden - wie viele Menschen betroffen sind, teilte das Ressort nicht mit.

Neuinfektionen in Japan auf Rekord-Niveau
Takeda erklärte, man bemühe sich, die vereinbarte Impfstoffmenge dennoch liefern zu können. Japan hatte insgesamt 50 Millionen Dosen von Moderna bestellt. Der Inselstaat muss derzeit Neuinfektionen in Rekordhöhe verzeichnen. Die grassierende Delta-Variante hat eine massive Corona-Welle ausgelöst, die Anzahl der neuen Fälle ist so hoch wie nie zuvor in der Pandemie. Es wurde ein Gesundheitsnotstand in 21 Regionen verhängt. 

Auch für Moderna bedeutet der Vorfall einen herben Rückschlag. Erst vor Kurzem musste die Lieferung des Vakzins an mehrere Länder, darunter Südkorea, wegen Produktionsverzögerungen unterbrochen werden.

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