Bald FuZo?

Vassilakou macht Zukunftspläne für Mariahilfer Straße

Wien
28.02.2011 13:08
Wird die Mariahilfer Straße bald zur Fußgängerzone? Diese Frage beschäftigt schon seit geraumer Zeit Stadtpolitik und auch Bevölkerung. Nachdem die Bezirke Mariahilf und Neubau im Mai des Vorjahres bekannt gaben, über einen fußgängerfreundlichen Umbau verhandeln zu wollen, schien die Diskussion zuletzt jedoch wieder eingeschlafen zu sein. Bis jetzt, denn Verkehrsstadträtin Maria Vassilakou (Grüne) hat die zuständigen Fachleute im Rathaus beauftragt, Optionen für eine Verkehrsberuhigung zu erarbeiten.

Die Mariahilfer Straße sei schon jetzt eine eher wenig befahrene Straße, dafür aber der Fußgängerverkehr so hoch wie kaum wo, vor allem an starken Einkaufstagen (siehe Infobox). Künftig könnte die Shoppingmeile - oder zumindest ein Teil davon - ausschließlich den Passanten gehören.

Erste Maßnahmen schon in einem Jahr?
"Die Studie soll bis Herbst vorliegen, parallel dazu wird es Gespräche mit den Bewohnern und den Geschäftsleuten geben", erläuterte Vassilakou am Montag. Auch ein Runder Tisch mit der Wirtschaftskammer ist bereits anberaumt.

Laut Vassilakou könnten schon in rund einem Jahr erste Maßnahmen umgesetzt werden. Wie die Mariahilfer Straße künftig genau aussehen wird, sei offen, betonte die Neo-Ressortchefin. Dass alles so bleibt, wie es ist, hält sie jedoch für unwahrscheinlich: "Das kann ich mir nicht vorstellen."

Bezirke könnten Projekt ablehnen
Dies wäre nur der Fall, wenn das Projekt in den betroffenen Bezirken Mariahilf und Neubau abgelehnt werde. Tatsächlich gebe es in beiden Bezirken aber den Wunsch nach verkehrsberuhigenden Maßnahmen.

Denkbar sei eine Fußgängerzone mit Raderlaubnis genauso wie der von Neubau-Bezirksvorsteher Thomas Blimmlinger (Grüne) angedachte "Shared Space". Von dieser Idee, bei dem sich alle Verkehrsteilnehmer gleichberechtigt im Schritttempo den öffentlichen Raum teilen, hielt jedoch Mariahilfs Bezirksvorsteherin Renate Kaufmann (SP) noch im Mai 2010 nichts: "Ich bin nicht für halbe Sachen". Sie beharrte bisher auf einer Fußgängerzone (siehe Infobox).

Eine reine Fußgängerzone steht wiederum nicht unbedingt ganz oben auf der Wunschliste der Verkehrsstadträdtin. Vassilakou würde auch gerne das Radfahren dort erlauben, wie sie betonte. Für den Autoverkehr, so fügte sie hinzu, wird es zumindest weiterhin Möglichkeiten zur Querung geben müssen.

Vassilakou will fächendeckende Maßnahmen
In die Planungen sollen nicht nur die Mariahilfer Straße selbst, sondern auch die angrenzenden Straßen, vielleicht sogar beide Bezirke zur Gänze, einbezogen werden. Damit solle verhindert werden, dass sich der Verkehr auf andere Durchzugsstraßen verlagere, so Vassilakou.

"Ich will weg von Pilotprojekten, hin zu flächendeckenden Maßnahmen", skizzierte die neue Ressortchefin am Montag ihr Amtsverständnis. Von Projekten in Grätzeln, von denen kaum jemand mitbekomme, dass es sie gebe, halte sie wenig. Dass sich auf der Mariahilfer Straße etwas getan hat, könnte bereits im Frühjahr 2012 zu bemerken sein.

Loading...
00:00 / 00:00
play_arrow
close
expand_more
Loading...
replay_10
skip_previous
play_arrow
skip_next
forward_10
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
explore
Neue "Stories" entdecken
Beta
Loading
Kommentare

Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.

Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.

Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.



Kostenlose Spiele