Der durchschnittliche Preisanstieg in der Ausgabengruppe "Wohnung, Wasser und Energie" lag bei 2,7 Prozent, dabei gab es bei Haushaltsenergie einen Anstieg um 4,2 Prozent und bei "Instandhaltung von Wohnungen" von durchschnittlich 3,1 Prozent. Wohnungsmieten waren durchschnittlich um 2,3 Prozent teurer als vor einem Jahr, so die Statistik Austria.
Die Ausgabengruppe "Verkehr" legte im Jänner im Vergleich zum Vorjahr um 5,2 Prozent zu. Verantwortlich dafür waren vor allem Treibstoffpreise, die im Jänner um durchschnittlich 18 Prozent höher als vor einem Jahr waren. Diesel kostete im Jänner um 22 Prozent mehr und Superbenzin um 15 Prozent mehr als noch vor einem Jahr. Im Jahresabstand wurden Wartung und Reparaturen von Pkws um vier Prozent teurer. Neue Pkws verbilligten sich um ein Prozent, Flugtickets um sieben Prozent.
Die Gruppe "Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke" legte im Jahresabstand um 2,6 Prozent zu. Obst verteuerte sich im Jänner um zehn Prozent und Gemüse um fünf Prozent. Die Preise für Brot und Getreideerzeugnisse stiegen trotz hoher Weizenpreise nur um zwei Prozent. Die Preise von alkoholfreien Getränken stiegen um 4,7 Prozent, wobei sich Kaffee um 13 Prozent verteuerte.
Weitere Inflations-Prognose schwierig
Die "dramatische Situation" auf den Rohstoffmärkten mache eine realistische Inflations-Prognose schwierig, so Statistik-Austria-Generaldirektor Konrad Pesendorfer. Im Nahrungsmittelbereich könne es eine Entlastung geben, wenn der Importanteil bei Obst und Gemüse im Sommer zurückgehe. Weiters hätten sich Sondereffekte wie die Steuererhöhungen bei Tabak und Mineralöl im Jänner auf die Inflation ausgewirkt.
Höhere Teuerung als im EU-Durchschnitt
Die Inflation in der Eurozone ist im Jänner gegenüber Dezember des Vorjahres leicht angestiegen. Die jährliche Teuerungsrate betrug im Jänner 2,3 Prozent (Dezember 2,2 Prozent), wie das EU-Statistikamt Eurostat am Montag mitteilte.
Österreich meldete mit 2,5 Prozent eine höhere Teuerung als der Eurozonen-Durchschnitt. Die jährliche Inflationsrate der gesamten EU lag im Jänner unverändert gegenüber dem Vormonat bei 2,7 Prozent. Die niedrigsten Raten verzeichneten Irland (0,2 Prozent) und Schweden (1,4 Prozent). Die höchsten Teuerungsraten meldeten Rumänien (7,0 Prozent), Estland (5,1 Prozent) und Griechenland (4,9 Prozent).









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