12.08.2021 13:00 |

Toter bei Horror-Crash

Gutachten: Mit Tempo 128 gegen Brückenpfeiler

Es war der 21. Februar, um 1.52 Uhr, als Lukas N. (18) mit einem PS-starken BMW in der Vogelweiderstraße gegen einen Brückenpfeiler prallte. Eldin (17) saß auf der Rückbank und verlor bei dem Unfall sein Leben, die 16-jährige Beifahrerin erlitt schwere Verletzungen. Fest steht jetzt: Der Lenker fuhr viel zu schnell in die Kurve.

Gerhard Kronreif, gerichtlich beeideter Sachverständiger und der Unfall-Experte schlechthin in Salzburg, verfasste das von der Staatsanwaltschaft in Auftrag gegebene Gutachten. Das Ergebnis ist nun eingelangt – und eindeutig: „Unfallursache ist die bei weitem überhöhte Fahrgeschwindigkeit.“ Lukas N. trieb die Tacho-Nadel im 50er-Bereich auf 120 bis 128 km/h. Deswegen kam der 18-Jährige in der Linkskurve in den folgenschweren Schleudervorgang.

17-Jähriger war nicht angeschnallt
Der PS-starke 3er-BMW, der laut dem Gutachten in einem „betriebs- und verkehrssicheren Zustand“ war, prallte mit der linken Seite gegen einen Brückenpfeiler. Der Zusammenprall war für den hinten rechts sitzenden Eldin O. tödlich, er war laut dem Gutachten auch nicht angeschnallt.

Anders als seine vor ihm sitzende Angehörige (16), die aufgrund ihrer Verletzungen für längere Zeit auf der Intensivstation lag. Ein vierter Jugendlicher (15), der auf der Rückbank saß, flüchtete nach dem Unfall.

Ermittlungen wegen grob fahrlässiger Tötung
Der 16-Jährigen gehe es nun jedenfalls besser, Langzeitschäden seien keine zu erwarten, meint Kurt Jelinek, Anwalt des Unfalllenkers: „Meinem Mandanten tut das Ganze unendlich leid. Er bereut es sehr und ist hinsichtlich der strafrechtlichen Vorwürfe voll geständig.“ Lukas N. wird aller Voraussicht nach in den nächsten Wochen angeklagt. Das Strafverfahren lautet auf grob fahrlässige Tötung und fahrlässige Körperverletzung.

Aufgrund der Gesetze für jugendliche Straftäter (unter 21 Jahren) gilt eine Strafdrohung bis zu eineinhalb Jahre Haft. Aber: Aller Voraussicht nach wird N. nicht ins Gefängnis müssen.

Antonio Lovric
Antonio Lovric
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