Die Tiroler Polizei war im Sommer 2010 auf eine große, sehr gepflegte und gut im Wald versteckte Cannabis-Plantage im Großraum Innsbruck gestoßen. Bei der Suche nach dem Hanf-Gärtner legten sich die Beamten aber nicht auf die Lauer, sondern ließen Überwachungskameras für sich arbeiten. Die kleinen Apparate wurden gut versteckt montiert und machten Fotos, wenn der angeschlossene Bewegungssensor anschlug.
Nach zehn Tagen wurden die Fotos ausgewertet und auf einigen waren tatsächlich zwei Männer zu sehen. Die Fotos wurden in diversen Medien veröffentlicht und es dauerte nicht lange, bis Hinweise zu den abgebildeten Personen führten.
Nur geerntet, nicht gezüchtet
Am Donnerstag saß einer dieser Hasch-Ernter auf der Anklagebank am Landesgericht. Der 40-Jährige gab zu, auf den Fotos zu sehen zu sein und auch Pflanzen geerntet zu haben. Doch er habe keine Ahnung, wer der Betreiber sei. "Ein Freund hat sie zufällig entdeckt, dann beschlossen wir etwas zu holen", erzählt der Angeklagte. Insgesamt zweimal habe man "Gras" mitgenommen.
Da ihm die Aufzucht auch nicht ansatzweise nachgewiesen werden konnte und seine Angaben glaubwürdig waren, wurde er freigesprochen. Wegen des Besitzes und des Konsums von Cannabis droht ihm aber noch ein Verfahren – dieses fällt jedoch nicht in die Zuständigkeit des Landesgerichtes. Das Bezirksgericht wird sich darum "kümmern".
von Stefan Ruef, "Tiroler Krone"









Kommentare
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.