Vorteils-Dschungel

Wie du Kundenclubs richtig für dich nutzt

Wirtschaft
24.02.2011 18:49
Man hat seinen Einkauf erledigt, steht an der Kasse, will eigentlich nur noch zahlen und weg – da kommt die Frage aller Fragen: „Haben Sie schon unsere Kundenkarte?“ Spannende Frage, wegen der vermutilch binnen Sekunden einerseits der Sparefroh, andererseits der Datenschützer in dir aneinandergeraten. Wann dir eine Kundenkarte wirklich etwas bringt, kannst du hier nachlesen.

Nicht blind Karten horten!
Das Wesen von Kundenclubs ist recht einfach erklärt: Du gibst mir etwas, dafür gebe ich dir etwas. Der Kunde stellt persönliche Daten zur Verfügung und gibt die Erlaubnis, sein Einkaufsverhalten mitverfolgen zu lassen. Damit kann das Handelsunternehmen Marktforschung betreiben, die es andernfalls außerhalb des Unternehmens teuer zukaufen müsste. So kann es seine Kunden günstig und gezielter umwerben. Umgekehrt bekommt der Kunde im Gegenzug Rabatte, Gutscheine, Geburtstagsgeschenke – und vor allem eins: viel Werbung.

Daher solltest du dir auch gezielt überlegen, welche Karten du haben willst. Denn je mehr Karten du dir zulegst, desto weiter werden deine Daten verbreitet und du wirst mit Werbung zugemüllt. Abgesehen davon, dass deine Geldbörse immer dicker und dicker wird, je mehr Plastikkarten du dir zulegst.

In welchem Geschäft bin ich oft?
Fakt ist: Nur in jenen Geschäften, die du oft aufsuchst, zahlen sich Kundenkarten wirklich aus. Denn nur da hast du die Gelegenheit, die angebotenen Rabatte und Aktionen wirklich zu nutzen. Meist werden dies die Kundenkarten von Supermärkten, Drogeriemärkten oder Handelsketten sein. Hier rentieren sich die Karten für dich, wenn du sie wirklich bei jedem Einkauf vorweist, da einerseits oft direkte Rabatte für Clubmitglieder verbunden sind, andererseits durch das Sammeln von Treuepunkten bei jedem Einkauf wieder bei anderer Gelegenheit gespart werden kann. Außerdem hilft dir bei diesen Geschäften die Werbung dabei, deine Einkäufe gezielt zu planen und Aktionen besser auszunutzen.

Anlassbezogene Käufe
Weniger Sinn machen dagegen jene Kundenkarten, die du eigentlich nie brauchen wirst, weil du eher zufällig in einem Geschäft einen Einkauf getätigt hast. Weißt du umgekehrt, dass du in nächster Zeit häufiger in bestimmten Geschäften unterwegs sein wirst, dann solltest du dich über die Vorteile der Kundenkarte informieren. Denn oft gibt es spezielle Angebote nur für Clubmitglieder, die dir viel Geld ersparen, wie beispielsweise Mitgliedschaften bei Möbelhäusern oder Baumärkten.

Ebenfalls hinterfragen solltest du Karten dann, wenn sie dir einen Gutschein in der Höhe von nur einigen Prozent deines Vorjahreseinkaufs bieten. Bist du beispielsweise im Buchhandel oder bei Baumärkten eher selten unterwegs, gibst somit vielleicht 50 Euro im Jahr aus, dann würde eine Gutschrift von 5% heiße 2,50 Euro ausmachen – du hast dir jedoch zuvor die ganze Arbeit mit dem Beantragen der Karte gemacht und deine Daten somit quasi umsonst weitergegeben. Und die Sinnhaftigkeit hiervon sollte man für sich hinterfragen.

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