Nach einer Beobachtung der Archäologen liegt das 8,25 Meter hohe Gebäude in einer Fluchtlinie mit dem Gipfel des benachbarten Dschebel Quruntul, der in der christlichen Tradition als "Berg der Versuchung" Jesu verehrt wird, und dem Punkt des Sonnenuntergangs am 21. Juni.
In einer Computersimulation wiesen die Wissenschaftler von der Universität Tel Aviv nach, dass der Schattenkegel des Quruntul-Gipfels am Abend des längsten Tages genau auf den Turm trifft.
Symbol der Stärke
Nach ihrer Deutung ist der Turmbau ein "Symbol der Stärke" der neusteinzeitlichen Bewohner und ein Ausdruck ihrer "Fähigkeit, den furchteinflößenden Kräften der Natur Widerstand zu leisten". Zugleich spekulieren die Archäologen, dass die Erbauer die kollektive Furcht nutzten, um sich Macht über die Bevölkerung zu verschaffen.
Insofern sei der Turm aus der frühesten Phase menschlicher Sesshaftigkeit auch ein erster konkreter Hinweis auf "die Nutzung von Architektur als Mittel kalkulierter menschlicher Kontrolle".
Foto: Reinhard Dietrich











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